Komm hol das Lasso raus!

Rifter im Test für PC

Komm hol das Lasso raus!: Rifter im Test für PC Komm hol das Lasso raus!: Rifter im Test für PC Foto: IMake-Games

Momentum ist alles: In diesem extrem schnellen Platformer solltet ihr die Reaktionsgeschwindigkeit eines Falken haben. Dafür belohnt euch “Rifter” mit einem wilden Ritt, den ihr nicht so schnell vergessen werdet.

Hinter dem Wiener Entwickler “IMakeGames” steht - wie der Name eigentlich schon verrät - mal wieder genau eine Person. Maximilian Csuk schließt sich mit “Rifter” einer ganzen Truppe von Solo-Programmierern an, welche sich in den letzten Jahren nicht mit nervigen Team-Meetings und der ständigen Belehrung von irgendwelchen “Leuten da oben” herumärgern mussten, um ihr “Baby” sicher zur Welt zu bringen.

Binnen weniger Minuten merkt ihr tatsächlich: Rifter ist eines dieser Spiele, welche von A bis Z von einer Person geplant und ausgeführt wurden. Alles wirkt wie aus einem Guss, jedes Element ist fein säuberlich aufeinander abgestimmt. Selbst an Komfort Optionen hat Maximilian Csuk zum Glück gedacht: So lässt sich der nervige Erklär-Bot, der euch auf eurem Abenteuer begleitet und dabei (für meinen Geschmack) viel zu viel herumlabert, zum Glück auch komplett abschalten.

Dass “Rifter” ein zugängliches Spiel ist, würde ich dennoch nicht behaupten: Dafür ist die zugrundeliegende Spielmechanik zu komplex und extrem abhängig von eurer Fertigkeit Dinge mit euren Daumen im Zusammenspiel mit den Analogsticks zu vollbringen, für die andere Menschen ein Eintrittsgeld verlangen würden.

Rifter 3 - image/jpeg Die wichtigste Übung: Lernt es den Schwung richtig einzusetzen und euch möglichst schnell durch das Level zu katapultieren!

Rifter 1 - image/jpeg Fiese Laserbarrieren, tödliche Drohnen und wahnwitzige Geschwindigkeit: Rifter ist kein leichtes Spiel!

Am wichtigsten ist das grelle Neon-Lasso, mit dem ihr euer stilisiertes Strichmännchen an diverse Objekte andocken lasst und den Schwung ausnutzt, um möglichst schnell und weit wieder abzuspringen. Hinzu kommt ein Dash - und unzählige Talente, welche ihr im Laufe des doch erstaunlich langen Abenteuers hinzufügt, um bestehende Fertigkeiten weiter auszubauen. Um Talente freizuschalten, müsst ihr jedoch erst die teils knifflig versteckten Sammelobjekte in den über 90 Levels finden.

Die Level sind auf den Punkt perfekt gestaltet, offerieren einige coole Überraschungen und recht intensive Bosskämpfe. Audiovisuell zeigt euch der Trailer bereits einen Großteil von dem, was euch im Spiel erwartet: Ein bunter Neonrausch, untermalt von treibenden Beats.

Übrigens, so sieht Rifter aus, wenn man es "drauf" hat:

Fazit

Rifter ist einer dieser Titel, auf den ihr euch erstmal gehörig einlassen müsst, um möglichst viel herauszuholen. “Nebenbei” zockt sich dieses extrem Skill-lastige Spiel sicher nicht! Insbesondere am Anfang ist die Frustration deswegen recht hoch, wenn ein Sprung nach dem 20. Versuch noch immer nicht glücken will - oder ihr aber ein Sammelobjekt entdeckt, dieses aber partout nicht erreichen könnt.

Mit der Zeit wächst nicht nur eure Freude an der ungeheuren Geschwindigkeit von Rifter, sondern auch eure Lust daran das System auszureizen: Spätestens wenn man freiwillig in anfängliche Level zurückkehrt, um wirklich jedes Sammelobjekt einzuheimsen, ist klar: Maximilian Csuk hat mit seinem One-Man-Job ganze Arbeit geleistet.

Wer bei anderen Spielen schon einmal Probleme dabei hatte zeitlich passend von Lianen und Seilen abzuspringen, der sollte jedoch einen großen Bogen um dieses Spiel machen! Ihr wurdet gewarnt!

Rifter erhält von uns 8 von 10 hart von hinten gedashte Roboter, 4 von 5 neongrüne Türme und 84 brutal verknotete Daumen.

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