Brutal, blutig, Bummsfallera

Redeemer im Test für PC

Brutal, blutig, Bummsfallera: Redeemer im Test für PC Brutal, blutig, Bummsfallera: Redeemer im Test für PC Foto: Gambitious Digital Entertainment

Ihr steht auf brutale Spiele, viel Blut, ein ruppiges Kampf-System im Batman-Stil, sowie eine Geschichte, die man auch ohne Gewissensbisse vollkommen ausblenden kann? Dann folgt uns!

"Dagegen ist selbst Rambo ein intellektuelles Meisterwerk" sind meine ersten Gedanken, als einige nett gezeichnete Story-Schnippsel die Einleitung zu Redeemer mehr aufwerten, als wirklich nötig gewesen wäre. Vasily war mal Elite-Söldner und haust nun zur Befriedung der inneren Karma-Maschine in einem Kloster am Arsch der Welt. Toll Ted.

Leider hat er nicht lange vor den Ex-Kollegen Ruhe, die plötzlich das Gelände stürmen und alle Mönche vor Vasily's Augen umbringen. Ein Blutbad! Dass kann sich der stolze Held natürlich nicht gefallen lassen: Also geht’s zuerst mit Fäusten und fiesen Tritten bewaffnet in den Kampf.

Redeemer ist so simpel, wie ein Videospiel nur sein kann: Tötet alles und jeden und erreicht das Level-Ende. Wirklich spaßig wird das Ganze durch ein halbwegs komplexes Kampfsystem, welches euch nicht nur diverse Kombos über den Bildschirm prügeln lässt, sondern auch Feinheiten wie Konter, Stealth-Kills und brutale Finishing-Moves beinhaltet. Toll: Jeder Schlag und jeder Tritt vermittelt den nötigen "Wumms" dahinter. Feuerwaffen wie Schrotflinten und Sturmgewehre würzen das Action-Potpourri zusätzlich.

Grafisch ist Redeemer durchaus vernünftig anzuschauen, legt Wert auf einige mal nette, mal ziemlich widerwärtige Details und wird hin und wieder regelrecht kreativ. Dabei verfolgt ihr die Handlung durch das Kloster am Anfang bis in düstere Keller-Gemäuer und Sci-Fi-Labore. Leider ist das Karten-Layout meist aus dem Retorten-Baukasten gegriffen - und die ewig gleichen Flure und Labyrinthe werden bald langweilig.

Redeemer 4 - image/jpeg Nachdem ihr ordentlich aufgeräumt hat, färbt sich der Boden gerne mal blutrot.

Redeemer 1 - image/jpeg Finishing-Moves werden gerne von ganz nah dran gezeigt.

Die Kamera-Perspektive des Top-Down-Brawlers ist eines seiner Hauptprobleme: Zwar gewährt sie den Kämpfen noch mehr Wucht, weil ihr näher dran seid, aber sie lässt euch auch immer wieder in Hinterhalte laufen, wenn plötzlich eine Wache von weit außerhalb des Spielfelds auf euch ballert. Das nervt!

Redeemer 2 - image/jpeg Machete vs. Frankenstein-Junior - der Trash-Faktor ist hoch!

Redeemer 3 - image/jpeg Zakk McKracken bei der Arbeit.

Fazit

Redeemer setzt in erster Hinsicht auf Brutalität, um seine Kunden anzusprechen: Brecht euren Gegnern das Genick, verbrennt sie mit Fackeln, spießt sie auf und durchlöchert sie. Auf einem ganz tiefen Level macht das durchaus Spaß, ist (im besten Sinn!) trashig inszeniert und lässt mich einige spaßige, definitiv nicht allzu intellektuelle Stunden vor dem Bildschirm verbringen.

Im Gegensatz zu ebenso brutalen Titeln wie Mortal Kombat X wird die Gewalt dabei jedoch ohne jede Ironie oder ein blinzelndes Auge zelebriert - damit fühlt sie sich sehr stumpfsinnig und wenig erbaulich an. Der Schwierigkeitsgrad zieht schon nach kurzer Zeit so gewaltig an, dass der Spaß öfters dem Frust weicht. Die künstliche Intelligenz der Gegner ist durchgehend niedrig, schwerwiegende Bugs hingegen äußerst selten.

Insgesamt ist Redeemer ein rundes Ding für alle, die mal eben ordentlich Frust abbauen wollen - erwartet nur kein großes Highlight, oder ein Spiel, welches euch länger als vier Wochen in Erinnerung bleiben wird.

Redeemer erhält von uns 3 von 5 Ventilator-Kills, 6 von 10 entwaffnete Söldner und 67 Prozent puren Trash-Faktor mit Esoterik-Einschlag.

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