Monster Hunter: World im Test

Auf zur wilden Monsterjagd!

Monster Hunter: World im Test: Auf zur wilden Monsterjagd! Monster Hunter: World im Test: Auf zur wilden Monsterjagd! Foto: Capcom
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Fast ein Jahr ist es her, dass Monster Hunter: World auf der E3 in Los Angeles der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Unter großem Jubel der enthusiastischen Fans wurden die ersten Szenen aus dem Spiel gezeigt und ließen die Erwartungen in die Höhe schnellen. Jetzt ist es endlich soweit und das Spiel ist erhältlich! Ob der Titel so überzeugen kann, wie es sich die Gamerschaft erhofft, verraten wir in unserem Spiele-Test.

Die Jägergilde ist wieder unterwegs. Dieses Mal geht es an einen noch unbekannten Ort, der Geheimnisse über die Drachenältesten für die Jäger bereithalten soll. Doch schon der Weg dorthin wird rüde durchkreuzt. Mit Ach und Krach könnt ihr euch gerade noch so retten und letztlich im sicheren Lager der Jägergilde Kräfte für die kommenden Aufgaben sammeln. Während ihr in den ersten Missionen noch ein bisschen ins Spiel reinfinden dürft, warten schnell die ersten größeren Aufgaben - und vor allem Monster auf euch.

Alleine seid ihr dabei zum Glück nie. Ein sogenannter Palico folgt euch auf Schritt und Tritt. Im Grunde handelt es sich dabei einfach um eine Katze, die euch im Kampf unterstützen kann und praktischerweise auch ab und zu mit Heilmitteln während schwieriger Kämpfe unterstützt.

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Genau wie euren Jäger könnt ihr auch den Begleiter komplett selbst gestalten. Das geht im Fall eures Palico von den Ohren, bis hin zur Musterung des Fells und der Farbe. Individualisten werden bereits im Spielereditor einige Zeit verbringen.

Jäger aus aller Welt

Doch während eurer Jagd könnt ihr auch auf weitere Unterstützung setzen. Jede Quest und jede Aufgabe kann auch über das Internet mit Freunden oder unbekannten Jägern aus der ganzen Welt bestritten werden. Dabei ist es sogar möglich, nachträglich in laufende Aufträge einzusteigen. Ein weiteres sehr cooles Feature: die SOS Signalpistole. Hiermit könnt ihr während der Aufträge nach Verstärkung rufen. Andere Jäger können euch dann über das Questboard in der Stadt zu Hilfe eilen.

Diese Online-Anbindung hat bei unserem Test immer problemlos und schnell funktioniert. Somit hat Monster Hunter hier erstmalig weltweite Jagdgründe erschlossen. Das bringt dem Spiel einen echten Mehrwert und eine ganze Menge Abwechslung. Denn so könnt ihr nicht nur eure Storyline verfolgen, sondern könnt auch nach eigenem Gusto die Welt von Monster Hunter: World mit anderen Spielern in Ruhe erkunden.

Ab ins Boot Camp

Es ist durchaus empfehlenswert, dass ihr euch in den ersten Spielstunden mit dem Spiel und vor allem den Kampfmechaniken auseinandersetzt. Denn Monster Hunter bietet ein ganzes Arsenal an Waffen, die sich alle unterschiedlich spielen. Von der großen Axt über Doppelklingen bis hin zu Speeren und Bögen findet ihr alles, was eure Jagd noch spaßiger macht. Alle Waffengattungen erfordern einen eigenen Spielstil. Daher empfiehlt es sich, erst einmal ein bisschen zu trainieren. Wie wäre es daher mit einem separaten Trainingsbereich, in dem ihr euch austoben könnt? Diesen bietet die Spielwelt genauso, wie einzelne Tutorials zu den unterschiedlichen Waffentypen.

Glaubt mir, wenn man erst einmal der Herr einer dieser Waffengattungen ist, macht das Spielen gleich doppelt so viel Spaß. Besonders Einsteiger sollten sich daher nicht nach den ersten eher schleppenden Kämpfen entmutigen lassen.

Zugegeben, Monster Hunter: World ist ein richtiges Brett von einem Spiel. Ihr habt alle Möglichkeiten euren Charakter zu individualisieren, Waffen und Rüstung zu Bauen und diese ebenfalls unterschiedlich aufzurüsten. Das gilt übrigens genauso für euren Begleiter. Er soll ja nicht schlecht ausgerüstet ins Abenteuer geschickt werden! Es empfiehlt sich daher, die vielen einzelnen Tutorials sorgfältig zu studieren und sich seine Zeit zu nehmen, wenn man in die Welt von Monster Hunter einsteigen möchte.

Der Herr des Chaos

Capcom versucht euch den Einstieg ins Spiel so einfach wie möglich zu machen. Nicht nur die Tutorials helfen. Viele Möglichkeiten, die euch das Crafting und das Herstellen von Rüstungen ermöglichen, werden ebenfalls erklärt und mit recht eindeutigen Hinweisen auf dem Bildschirm hervorgehoben.

Etwas chaotisch kann es aber dann doch werden - und zwar im Gefecht mit den teils riesigen Kreaturen. Die lebendige Vegetation, die schönen Schatten- und Lichteffekte und die tollen Effekte sorgen dafür, dass teilweise so viel auf dem Bildschirm los ist, dass ihr ohne das Ziel-Hilfe-System des Spiels komplett aufgeschmissen wärt. Leider gibt hier die Kameraführung des Spiels ebenfalls nicht das beste Bild ab. Besonders in engen Arealen mit großen Kreaturen kann es hier etwas unübersichtlich werden.

Auf der Pirsch

Der Kern des Spiels ist natürlich die Jagd auf Monster. Und die kann sich in Monster Hunter: World sehen lassen. Seid ihr einem Gegner einmal auf die Schliche gekommen, könnt ihr sein Verhalten und Gewohnheiten studieren und zu eurem Vorteil nutzen. Das geht sogar so weit, dass ihr einzelne Monster in die Reviere anderer Monster locken könnt, sodass ihr nur noch zuschauen müsst und die Arbeit dem Darwinismus überlassen könnt.

Das Sammeln von Spuren und Hinweisen ist sehr befriedigend und macht auch nach vielen Spielstunden den gleichen Spaß wie am Anfang. Die Kreativität der Entwickler in Bezug auf das Art Design der Monster ist beeindruckend. Jede der Kreaturen ist auf ihre ganz spezielle Art und Weise faszinierend. Dabei hat jeder Gegner einzigartige Bewegungsabläufe, Angriffe sowie Stärken und Schwächen. Das macht jeden Kampf zu einer neuen, spannenden Herausforderung.

Belohnt werden ihr zum Ende jeder Jagd mit neuen Materialien, die ihr in bessere Rüstung investieren könnt, die euch dann noch größere Monster jagen lässt. Klingt simpel, ist es auch, macht aber einen riesen Spaß!

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Idyllische Monsterhatz

Monster Hunter: World macht nicht nur spielerisch eine gute Figur. Auch technisch kann das Spiel auf ganzer Linie überzeugen. Die unterschiedlichen Areale und Level sind allesamt individuell und unterscheiden sich von der Vegetation und auch von den Monstern, auf die ihr trefft. Diese sind wie schon erwähnt; allesamt individuell modelliert und animiert. Die Licht und Schatteneffekte, insbesondere in Waldgebieten, können sich ebenfalls mehr als sehen lassen und bieten für die Größe der Spielwelt eine sehr gute Qualität. Den Preis dafür zahlt ihr mit den etwas langen Ladezeiten zwischen den Aufträgen.

Fazit:

Monster Hunter: World ist ein wahrlich massives Spiel. Die schier unendlichen Möglichkeiten, die dem Spieler geboten werden können einen zu Beginn des Spiels erschlagen. Daher ist Monster Hunter mit Sicherheit nicht für jeden Spieler der richtige Titel. Doch wer dem Spiel entsprechende Zeit gibt und nur ein kleines Faible für taktische Kämpfe und spielerische Tiefe hat, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Wer sich einmal in diesem Titel verbissen hat, wird ihn auch so schnell nicht mehr loslassen. Die Spielzeit, die man in Monster Hunter: World investieren kann, ist nahezu endlos, insbesondere durch die Erweiterung des Online-Modus. In diesem Sinne: Waidmannsheil!

Monster Hunter: World bekommt von uns 87 von 100 gefunden Fährten, 5 von 5 Jagdtrophäen und 9 von 10 ausgefallene Jagd-Outfits.

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