Lego Batman 3: Beyond Gotham im Test | PlayStation 4

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Lego Batman 3: Beyond Gotham im Test | PlayStation 4 Kapoow! Splaash! Chaadong! 16 Fotos

Über 150 Charaktere, eine Reise ins Weltall und die Rückkehr von Batman-Legende Adam West auf die Mattscheibe: Auch Lego Batman 3 entpuppt sich schnell als bunt vollgepackte Spielspaßkiste. Wie sich der Titel aber gegenüber den anderen Lego-Spielen schlägt, verraten wir im Test.

Der ewige Krieg zwischen Gut (Batman, Robin, Superman) und Böse (Lex Luthor, Der Joker, Sinestro) wird im dritten Lego Batman Abenteuer auf Eis gelegt: Oberfiesling Brainiac bedroht mit der Macht der Lantern-Ringe die Welt und sowohl die guten, als auch die bösen Jungs müssen sich zusammenschließen, um den gemeinsamen Feind zu besiegen.

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So weit, so gut: Das in Deutschland als Lego Batman 3: Jenseits von Gotham veröffentlichte Spiel ist neben The Lego Movie Videogame und Lego the Hobbit bereits der dritte Lego-Titel, welcher in diesem Jahr vom Band lief. Es ist schier unglaublich, was die Entwickler Traveller's Tales in dieser Hinsicht Jahr für Jahr auf die Klötze bekommen, allen voran in Hinsicht darauf, dass uns während der gesamten Test-Session kein einziger, schwerwiegender Bug untergekommen ist.

Dies war in der Vergangenheit durchaus mal anders, denn trotz ihres überbordenden Charmes konnten Lego-Spiele eigentlich nur selten von sich behaupten "fehlerfrei" zu sein. Lego Batman 3: Jenseits von Gotham aber läuft hervorragend und lässt uns nur selten auflaufen. Generell ist der Titel einfacher, als seine Vorgänger und Konkurrenten: Viele der Rätsel sind schnell verstanden und die Übersicht ist erheblich besser, als beispielsweise im arg verschachtelten Lego Marvel Super Heroes.

Dem zugute kommt auch der leise Abschied der Open World: Erst im späteren Spielverlauf dürft Ihr Euch recht frei auf einigen Lantern-Planeten austoben, davor wirkt der Titel wohlig gestrafft und einsteigerfreundlicher. Alte Lego-Haudegen werden sich am Verlust der Freiheit und dem niedrigeren Schwierigkeitsgrad eventuell stören, ich persönlich empfand es als wohltuende Abwechslung.

Charmanter Etikettenschwindel

Der Name "Lego Batman 3" ist leider Etikettenschwindel: Tatsächlich macht Batman selbst nur einen äußerst geringen Teil des Spiels aus, anstelle dessen streift Ihr die Kostüme der Mitglieder der Justice League (Wonder Woman, The Flash und Co.) und zahlloser Bösewichte über, um Euch letztendlich Brainiac selbst zu stellen. Selbst Kollege Robin hüpft gefühlt öfters vor die Kamera, als der dunkle Flattermann.

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Insgesamt bietet Euch das neue Abenteuer über 150 Charaktere, wobei auch die mit Lego Marvel Super Heroes eingeführten, "großen" Figuren ihre Rückkehr feiern (Killer Croc, Solomon Grundy).

Die Geschichte wird anhand zahlreicher Zwischensequenzen cineastisch eingefangen und dank prominenter Sprecher wie US-Talkmaster Conan O'Brien (übrigens auch als spielbarer Charakter!), Stephen Amell (Green Arrow aus der gleichnamigen TV-Serie), Michael Caine (Alfred), Russel Crowe (Jor-El), Synchro-Wunder Troy Baker und sogar Batman-Legende Adam West perfekt vertont. Hier ein großes ABER: Die deutsche Synchronisation ist gut, hinkt bei diesem hochkarätigen Star-Ensemble dem englischen Original aber meilenweit hinterher.

Spielerisch hat sich nicht allzu viel getan in der Lego-Welt: Noch immer haut Ihr mit bis zu zwei Spielern gleichzeitig alles zu Lego-Klötzchen, was nicht bei "3!" aufgeräumt in der Schublade landet. Neu dabei sind die verschiedenen Anzüge, welche Batman beispielsweise durch Wände blicken lassen oder per Jetpack in die Luft befördern. Zum Lösen der meisten Rätsel wird dementsprechend nicht nur zwischen den einzigartigen Charakteren umgeschaltet, sondern auch zwischen den verschiedenen Anzügen.

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So baut Ihr aus herumfliegenden Lego-Steinen neue Plattformen, kuriose Schalterkombinationen oder abgefahrene Gefährte, die Euch im Level weiter voranbringen. Weiter aufgelockert wird das Spiel durch die neuen Shoot'em up Level, in denen Ihr in ein Raumschiff steigt und die gegnerischen Schiffe mit Unterstützung einiger Spezialwaffen ausschaltet. Dabei könnt Ihr Euch nicht nur nach vorne bewegen, sondern auch in die entgegen gesetzte Richtung – wer das PSN-Shoot'em up Resogun gespielt hat, erkennt die Spielmechanik sofort wieder.

Geheimnisse und Easer Eggs werden in Lego-Spielen stets groß geschrieben und Lego Batman 3: Jenseits von Gotham macht hier keine Ausnahme: Goldene Lego-Steine und der stets erneut auf Eure Hilfe angewiesene Adam West wollen in jedem Level gefunden werden, wobei Ihr meist einen zweiten Besuch der Level mit einrechnen solltet. Viele der Geheimnisse lassen sich erst in einem zweiten Durchlauf durch neu freigespielte Charaktere aktivieren.

Von der Batcave ins Weltall

Mit insgesamt 15 Leveln unterhält Euch bereits die Kampagne gute 10 Stunden, Sammler und frenetische Steinchenklopper sind gute 5 Stunden länger unterwegs. Überhaupt ist das Level-Design einer der größten Positiv-Punkte von Lego Batman 3: Von der Batcave bis hin zur Raumstation besucht Ihr viele erinnerungswürdige Kulissen, die vor Detailliebe nur so strotzen. Auch hier macht sich der Fokus auf einzelne Level im Verzicht auf eine offene Welt positiv bemerkbar. 

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Ein echtes Highlight für alle Fans der Batman-Serie aus den 60er Jahren: Traveller's Tales haben ein eigenes Level rund um die Abenteuer von Adam West ins Spiel integriert, welches das Feeling der ikonischen TV-Serie perfekt einfängt und für sich genommen schon ein Kaufgrund für Fans ist. Super!

Wer die Geschichte beendet und das Spiel einmal durchgespielt hat, findet derweil einen Haufen weiterer Aufgaben, um sich für viele weitere Tage mit Lego Batman 3 zu vergnügen: Die Lantern-Welten bieten eine Prise Open-World-Feeling, die letzten goldenen Lego-Steine wollen eingesackt werden und die VR Missionen lassen Euch gleich für mehrere Stunden vor dem Bildschirm kleben. Schade nur, dass letztere keine High-Score-Funktion zum fixen Online-Vergleich bieten. 

Fazit

Lego Batman 3: Jenseits von Gotham bietet nicht die ehrgeizige "Open World" und die epische Kulisse eines Lego The Hobbit, schafft aufgrund seiner Linearität aber das direktere Spielerlebnis und eignet sich insbesondere wegen seines geringeren Schwierigkeitsgrad wieder mehr für jüngere Zocker.

Ältere Daddler nehmen dennoch eine Menge gute Laune mit, nicht zuletzt aufgrund der extrem hochkarätigen Synchron-Besetzung (leider nur auf englisch), der spannenden Geschichte und der kultigen Verbeugung vor Adam West. 

Lego Batman 3: Jenseits von Gotham erhält von uns 4 von 5 "Kaboom!", 7 von 10 "Kapoow!" und 79 Prozent feinsten "Kadooongs!". Swooosh!

Lego Batman 3: Jenseits von Gotham ist ab sofort erhältlich für Xbox One, PlayStation 4, PC (über Steam), PlayStation 3, Xbox 360, Nintendo Wii U, Nintendo 3DS und PS Vita. Dieser Test basiert auf der PlayStation 4 Version.

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