Dragon Age: Inquisition im Test | PlayStation 4

Inquisitor (m/w) gesucht!

Dragon Age: Inquisition im Test | PlayStation 4: Inquisitor (m/w) gesucht! Dragon Age: Inquisition im Test | PlayStation 4: Inquisitor (m/w) gesucht!
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Dragon Age: Inquisition im Test | PlayStation 4 Inquisitor (m/w) gesucht! 16 Fotos

Euer Alltag könnte ein bisschen mehr Abwechslung gebrauchen? Ihr erfahrt in Eurem aktuellen Beruf nicht genug Anerkennung? Ihr wolltet Euch schon seit längerem umorientieren? Dann tretet näher, denn BioWare und EA haben genau das Richtige für Euch!

In Thedas wird gerade händeringend ein Inquisitor gesucht! Was genau ein Inquisitor macht? Ob es immer noch darum geht Ungläubige zu foltern? Wie die Arbeitszeiten so sind? Fragen über Fragen, die wir alle klären werden. Fangen wir zunächst mal damit an, was Euch der Job alles bietet.

Während andere den ganzen Tag im Büro oder auf dem Bau vor sich hin siechen, ist als Inquisitor die ganze Welt Euer Arbeitsplatz. Nun ja, zumindest Ferelden und Orlais. Zwar gibt es in Thedas kein Schengen-Abkommen, das komplette Bewegungsfreiheit und Freizügigkeit gewährt, aber immerhin dürft Ihr modulare Abschnitte bereisen, deren Größe und Ereignisdichte die Vorgänger Dragon Age: Origins und erst recht Dragon Age 2 deutlich in den Schatten stellen.

Von Wäldern und Sümpfen über Wüsten und verregnete Küsten bis hin zu geheimnisvollen Höhlen und verschneiten Bergen ist alles dabei, was das Abenteuerherz begehrt. BioWare hat aber nicht nur an Euer Herz gedacht, sondern auch an Eure Augen und zaubert eine fantastische Welt aus dem Hut, an deren Anblick man sich stellenweise gar nicht satt sehen kann. Nur allzu gerne würde man sich an ein schönes Plätzchen setzen und die Landschaft bestaunen,... doch wir wollen Euch hier keinen Urlaub aufschwatzen, hier geht's um harte Arbeit! Packt mit an, es gibt viel zu tun!

Bereits Euer erster Einsatzort, die Hinterlande, sind so riesig und vollgespickt mit Quests und Gegenständen zum Sammeln, dass es fast absurd erscheint. Ihr könnt ganze Tage damit verbringen jeden Stein und Grashalm nach Nützlichem abzusuchen und irgendwann findet sich trotzdem etwas Neues. 

Ein Tipp Eures direkten Vorgängers: Haltet Euch nicht zu lange in den Hinterlanden auf, sonst verliert Ihr den Faden! Und das wollt Ihr nicht!

Nach einem langen Tag in der Wildnis könnt Ihr dann wie ein echter Pimp die Beine in Eurem Schloss, der Himmelsfeste, hochlegen und Euch von Euren Gefolgsleuten bedienen lassen. Zahlreiche Händler, ein eigenes Gasthaus, ein Schmied, der Rüstungen und Waffen anfertigt und verbessert, eine Arkanistin, die Eure Ausrüstung verzaubert, und bei Bedarf auch ein Hofnarr lesen Euch jeden Wunsch von den Lippen ab. 

Ihr fragt Euch, wo Ihr unterschreiben müsst? Nicht so schnell, kommen wir noch "kurz" zu Euren Pflichten und Anforderungen als Inquisitor: Leider ist Thedas nicht das Schlaraffenland, indem Honig und Milch fließen. Seit Ewigkeiten wütet hier der Konflikt zwischen Magiern und Templern. Ein von der Göttlichen Justinia einberufenes Konklave sollte die beiden Fraktionen an einen Tisch bringen und einen Frieden ausarbeiten.

Auch Ihr habt an diesem Konklave teilgenommen, doch leider brachte es nicht die erwünschten Resultate. Wir sprechen hier nicht von fehlender Kompromissbereitschaft oder von im Sande verlaufenen Gesprächen, nein, wir reden von einer gewaltigen Explosion, die alle Teilnehmenden bis auf Euch umgebracht hat, den Himmel vielerorts entzweit und die sogenannte Bresche samt zahlreicher Risse geschaffen hat, aus denen Dämonen in Scharen strömen. Dumm gelaufen.

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Doch alles hat auch eine gute Seite: Ihr seid noch am Leben und könnt plötzlich auf die Fähigkeit zurückgreifen diese fiesen, grünen Risse am Himmel mit ein wenig Handarbeit zu schließen. Na, wenn das mal keine Jobsicherheit bedeutet! Also macht Ihr Euch auf der Sache auf den Grund zu gehen. Zu Eurem genauen Werdegang sei an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, Ihr werdet jedenfalls gute 50 Stunden allein mit der - mal mehr, mal weniger - packenden Handlung beschäftigt sein.

Wie es sich gehört, gibt es auch abseits des übergeordneten Handlungsbogens viel zu tun: Abermillionen von Pflanzen für Tränke, diverse Stoffe und Leder für Rüstungen, unterschiedlichste Erze für Waffen, die Ihr übrigens auch alle selbst braut, schneidert und schmiedet, wollen gesammelt, mysteriöse Scherben und noch mysteriösere Fragmente wollen gefunden werden.

Nebenbei spielt Ihr "Laufbursche" für die halbe Welt, um die banalsten Ersuche zu erfüllen: Findet beispielsweise einen Ring, der nur zehn Meter hinter der holden Frau liegt, beansprucht Sehenswürdigkeiten und Lager für die Inquisition, vertieft Euch in 37.000 Briefe und Kodex-Einträge, versucht Euch als Innenarchitekt in Eurem eigenen Schloss... Verdammt Hacke, Ihr müsst sogar für Eure Arbeiter Steinbrüche und Holzschlagstellen markieren!

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Kurz gesagt: Ihr schmeißt den ganzen Laden eigentlich selbst, während Eure Entourage den ganzen Tag in der Himmelsfeste den faulen Lenz schiebt. Ach, Ihr liebt es das Mädchen für alles zu geben? Hervorragend! Dann erfüllt Ihr sicherlich auch noch die folgenden Voraussetzungen.

Erfahrung:

Ein gewisses Vorwissen über die politische Lage in Thedas gerade hinsichtlich des Konflikts der Magier und Templer ist durchaus von Vorteil. Insbesondere Kenner der Vorgänger werden mit zahlreichen Anspielungen und Auftritten von bekannten Charakteren wie Morrigan, Leliana, Hawke, Varric und anderen auf ihre Kosten kommen.

Eine klare Empfehlung erhält das soganannte Dragon Age Keep (Hier klicken!), mit dem Ihr Euch einen eigenen Weltzustand kreieren könnt, der maßgeblich von Euren Entscheidungen beeinflusst wird. Wer mindestens einen Teil gespielt hat, sollte hiervon auf jeden Fall Gebrauch machen, denn Speicherstände aus Dragon Age: Origins und Dragon Age 2 lassen sich nicht importieren und müssen deshalb über das Keep indirekt erstellt werden. Neulinge sollten zumindest die kurzen, zusammenfassenden Clips anschauen. Natürlich ersetzen diese nicht das Durchspielen der Vorgänger, aber zumindest ein absolutes Mindestmaß an Hintergrundwissen sollte dadurch gewährleistet werden.

Soziale Kompetenz:

Ohne soziale Kompetenzen bringt man es in keinem Job weit: Dies gilt erst recht für den Posten des Inquisitors. Zwar haben wir vorher behauptet, dass Ihr den Laden weitestgehend alleine schmeißen würdet, doch so ganz stimmt dies natürlich nicht. An Eurer Seite stehen neun treue Gefährten, die sich mit Euch im Kampf gegen die Bresche verbünden. Zwar könnt Ihr theoretisch sechs von ihnen ablehnen, doch nur ein Dummkopf würde eine solche Hilfe verweigern.

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Hier nun eine kurze Vorstellung Eurer potenziellen Kollegen, die sich praktischerweise gleichermaßen auf die Klassen Krieger, Schurke und Magier verteilen:

Varric: Der berühmt-berüchtigte Geschichtenerzähler und "Geschäftsmann" ist wohl das Beste, was Kirkwall je hevorgebracht hat. Immer mit dabei: ein lockerer Spruch zu jeder Lage und seine Armbrust "Bianca". Wer den zwergischen Barney Stinson zu Hause lässt, ist selbst Schuld!

Cassandra: Die Sucherin hat sich in ihrem Leben zwei Dingen verschrieben: Varric zu hassen und für Gerechtigkeit zu kämpfen. Es gibt zwar deutlich angenehmere Zeitgenossen, aber Cassandra hält Euch stets den Rücken frei.

Solas: Der Elf ist ein abtrünniger Magier, der den Kreis der anfänglichen Gefährten beschließt. Zu seinen Hobbies gehören Reisen in das Nichts und ständiges Klugscheißen.

Sera: Die Elfen-Schurkin durchlebt anscheinend gerade ihre Pubertät und rebelliert so ziemlich gegen alles, wogegen man sich auflehnen kann. Dazu spielt sie auch noch gerne Streiche.

Vivienne: Eindeutig die Fashion-Queen der Inquisition. Niemand wäre besser geeignet, um die Jury von "Thedas Next Topmodel" zu leiten.

Der Eiserne Bulle: Dieser Qunari sieht nicht nur aus wie ein richtiger "Badass", er ist es auch. Gemeinsam mit seinen Saufkumpanen, den Sturmbullen, macht er für das richtige Geld jeden Gegner einen Kopf kürzer.

Blackwall: Der graue Wächter versucht einigen Tölpeln in den Hinterlanden beizubringen, sich selbst zu verteidigen. Ansonsten ist er vor allem am dem Verschwinden seiner Brüder und Schwestern interessiert.

Dorian: Der wortgewandte Magier aus Tevinter ist frischer Absolvent der Hipster-Akademie, was er mit seinem schicken Schnäuzer stolz zur Schau stellt. Neben der Bartpflege interessiert er sich vor allem dafür in seiner Heimat einiges zu bewegen.

Cole: Niemand weiß, wer oder was Cole so recht ist. Am liebsten wühlt er in den Gedanken von anderen herum und drückt diese so pathetisch wie nur möglich aus. Im Grunde genommen will er aber allen nur helfen und hat deshalb auch keine Zeit zum Friseur zu gehen.

Wenn man sich bei BioWare auf etwas verlassen kann, dann auf stimmige Charaktere: In dieser Hinsicht liefern die Kanadier abermals ab. Jeder Begleiter spielt eine authentische Rolle und weiß eine Geschichte zu erzählen, die es sich durchaus zu erforschen lohnt. Zwar sind Romanzen am Arbeitsplatz normalerweise absolut tabu, die Inquisition drückt hier jedoch zwei Augen zu. Sie erweist sich sogar als sehr aufgeschlossen und unterstützt ebenso gleichgeschlechtliche Beziehungen. Der Job des Inquisitors muss kein einsamer sein!

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Leider könnt Ihr wie gehabt nur drei Begleiter gleichzeitig auf Eure Reisen mitnehmen. Da fälllt die Wahl häufig schwer! Jeder Gefährte sollte allerdings mal eine Chance bekommen und wir raten Euch dringend viel auszuprobieren und zu kombinieren, denn sehr oft eröffnet die bloße Anwesenheit eines Begleiters in Gesprächen völlig neue Dialog-Optionen.

Natürlich gibt es auch wieder die kurzen, amüsanten Sticheleien untereinander, wenn man gerade unterwegs ist, die je nach Gruppenzusammensetzung unterschiedlich ausfallen. Es lohnt sich einfach mal stehen zu bleiben, um den Gesprächen zu lauschen! Selbstverständlich sind die Begleiter nicht bloß zum Quatschen da, sondern stehen Euch auch in Kämpfen zur Seite, womit wir auch schon bei der nächsten wichtigen Anforderung wären.

Keine generelle Abneigung gegenüber Gewalt:

Wenn Interessen aufeinander prallen wird es  in Thedas schnell hitzig und blutig. Pazifisten haben also schlechte Karten. Als Inquisitor werdet Ihr schneller in Kämpfe verwickelt, als Ihr "Andraste" sagen könnt und deshalb müsst Ihr Euch verteidigen können.

Viel höher sind die Anforderungen in diesem Sinne eigentlich nicht. Es bleibt Euch überlassen, ob Ihr in der Rolle des Kriegers entweder mit einer Einhandwaffe und einem Schild, oder einer massiven Zweihandwaffe zu Werke geht, Euch als Schurke entweder mit zwei Dolchen, oder einem Bogen durch die gegnerischen Horden metzelt, oder als Magier mit Zaubern der verschiedenen Schulen hantiert.

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Die Klassen sind allesamt sehr gut gelungen und aufeinander abgestimmt, somit werden die Kämpfe nie langweilig. Kleiner Tipp: Insbesondere Magier sind sehr interessant geworden! Doch natürlich müssen sich die anderen Klassen nicht vor den Zauberern verstecken.

Ohnehin müsst Ihr nicht verzweifeln, wenn Ihr plötzlich nach 20 Stunden gerne eine andere Klasse spielen würdet. Ihr könnt dann einfach in die Haut eines Eurer Gruppenmitglieder fahren und habt dadurch jede Klasse auf Abruf spielbereit.

Hinsichtlich des Kampfsystems hat BioWare die nahezu perfekte Verbindung zwischen den actionreichen und schnellen Gefechten des zweiten Teils, sowie dem eher taktisch geprägten Vorgehen in Origins gefunden. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und bereitet viel Spaß. Die Kämpfe sind immer noch sehr actionlastig, allerdings lässt sich das Geschehen jederzeit per Knopfdruck einfrieren, um in die taktische Ansicht zu wechseln. Hier könnt Ihr in Ruhe die Lage einschätzen und Euren Charakteren Anweisungen geben bestimmte Fähigkeiten zu wirken, Bereiche zu verteidigen oder einen Trank zu nehmen.

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Apropos Heiltränke: Es gibt in "Dragon Age: Inquisition" keine Heilzauber mehr! Die gesamte Gruppe teilt sich ein Kontingent von zunächst acht Heiltränken, das mit einem Inquisitionsperk noch erweitert werden kann. Jeder Charakter kann außerdem eine gewisse Anzahl an Regenerationstränken dabei haben. Das war es dann aber auch schon.

Das hat zur Folge, dass Ihr mit mehr Bedacht vorgehen müsst. Heiltränke werden bei jedem Besuch im Lager oder durch Vorratskisten wieder aufgefüllt, andere Tränke müssen mit den passenden Zutaten neu gebraut werden. Wer auf höheren Schwierigkeitsgraden den taktischen Modus vernachlässigt, wird feststellen, dass die Tränke nur so verschlungen werden und die Gruppe ziemlich schnell dumm dasteht. Gerade deswegen ist es unerlässlich immer mindestens einen Magier dabei zu haben, der mit einem Zauber die gesamte Gruppe mit einem temporären Schutzschild abschirmen kann.

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Soll es dann zusätzlich noch an die Königsdisziplin des Drachen-Erlegens gehen, benötigt Ihr neben gutem Kampfmanagement ebenfalls eine gehörige Portion Mut (und Leichtsinn): Die Bestien machen ordentlich Eindruck und nicht wenige Abenteurer enden als knuspriger Drachensnack für zwischendurch. Wenn Ihr nach einem epischen Kampf auf Leben und Tod dem Monster den Gar ausmacht, dann könnt Ihr gar nicht anders, als Euch wie der "Babo" schlechthin zu fühlen. Der Titel "Herold Andrastes" kommt wohl doch nicht von ungefähr.

Natürlich wird jede Eurer Heldentaten in der Schlacht mit Erfahrungspunkten belohnt, was uns zum nächsten Punkt bringt. 

Wille zur Selbstentwicklung:

Jeder gute Mitarbeiter hat das Bedürfnis ständig an sich arbeiten, um noch besser zu werden. Dieses Profil solltet auch Ihr erfüllen! Die Inquisition heißt zwar Anwärter aller Art willkommen, aber ein jeder sollte gewonnene Erfahrung dazu nutzen neue Fertigkeiten zu erlernen.

Wie gewohnt gibt es für jeden Levelanstieg einen Fertigkeitenpunkt, den Ihr in verschiedenen Talentbäumen verteilen könnt. Später wird innerhalb jeder Klasse eine von mehreren Spezialisierungen gewählt, ein eigener Zweig steht für Inquisitor-Fähigkeiten parat. Die Auswahl ist dabei ordentlich, was durchaus dazu führen kann, dass man sich schnell verskillt. In vielen Rollenspielen ist dies quasi die Todsünde schlechthin, in Dragon Age: Inquisition wird es Euch verziehen. Gegen einen symbolischen Obolus könnt Ihr beim Schmied jederzeit eine Neuverteilung der Talente erwerben.

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Tipp: Gerade nach dem Freischalten der Spezialisierungen würden wir Euch zu einer Neuverteilung raten, denn dann habt Ihr sofortigen Zugriff auf alle Talentbäume und müsst Euch nicht wie zu Beginn des Spiels auf eine etwas kleinere Auswahl beschränken.

Na, seid Ihr von den vielen Anforderungen schon eingeschüchtert? Immer noch nicht? Okay, dann geht es weiter mit einer der wohl wichtigsten Voraussetzungen für den Job.

Strategisches Urteilsvermögen:

Als Inquisitor müsst Ihr ständig irgendwelche Entscheidungen treffen, die von der Farbe der Bettwäsche bis hin zum Schmieden von Allianzen im Kampf gegen die Bresche reichen. Zentrale Entscheidungen werden dabei im Kriegsrat festgelegt, der im Grunde genommen aus Euch, einem Beraterstab und einem riesigen Tisch besteht, der Orlais und Ferelden abbildet. Dort können neue Gebiete zur Erkundung freigeschaltet werden oder verschiedene Einsätze Eurer Berater gestartet werden, die in Echtzeit ablaufen und entweder Einfluss, Geld oder Gegenstände einbringen.

Je mehr Einfluss Ihr sammelt, desto mehr Inquisitionsboni könnt Ihr freischalten, die sich aber hauptsächlich als eher nutzlos entpuppen. Alle Aktionen im Kriegsraum kosten Machtpunkte, die Ihr für das Erfüllen von Quests, das Schließen von Rissen in der Welt oder anderweitig erhaltet.

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Am interessantesten sind sicherlich die drei Berater, die Euch zur Verfügung stehen. Zunächst wäre da Leliana, eine Gefährtin des grauen Wächters im ersten Teil. Sie unterhält ein weites Netzwerk von Spionen und ist sozusagen die NSA der Inquisition. Fans der ehemaligen Bardin werden jedoch schnell feststellen, dass aus der gutgläubigen und leicht naiven Leliana im Laufe der Zeit eine zynische und eiskalte Meisterspionin geworden ist.

Ein weiterer Berater, der ebenfalls aus den beiden Vorgängern bekannt ist, ist der Templer und Frauenschwarm Cullen. Er ist für die militärische Ausrichtung der Inquisition zuständig und ist fest davon überzeugt, dass sich jedes Problem mit dem Aussenden von ein paar Truppen lösen lässt.

Zu guter letzt wäre da noch die charmante Newcomerin Josephine, die sich bestens in sämtlichen politischen und gesellschaftlichen Belangen auskennt und stets diplomatische Lösungen von Problemen und Konflikten bevorzugt.

Durch ihre verschiedenen Hintergründe haben die Berater unterschiedliche Auffassungen von Einsätzen. Diese bestehen aber meist nur aus einer Lösung mit Spionen, Truppen oder Diplomatie und haben leider keine wirklichen Auswirkungen auf das Spielgeschehen.

Als Inquisitor seid Ihr aber nicht nur Anführer, sondern auch Richter. Im Laufe der Zeit werden Euch verschiedene Gefangene vorgeführt, an denen Ihr eine Strafe verhängen müsst. Dabei steht Euch eine Palette an Optionen zur Verfügung: Sperrt die armen Seelen in den Kerker, macht sie (eigenhändig) einen Kopf kürzer, lasst sie Zwangsarbeit als Hofnarr verrichten und "erfreut" Euch an vielen weiteren, unterhaltsamen Sanktionen.

Je nachdem wie Ihr urteilt, erzeugt Ihr bei Euren Begleitern Zustimmung oder Abneigung. Schön ist, dass man oft über storytechnisch relevante Gefangene urteilt und nicht über jeden dahergelaufenen Hanswurst.

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Natürlich geratet Ihr ebenso außerhalb heimischer Gefilde in brenzlige Situationen, die Euch eine Entscheidung abverlangen. Diese sind gut inszeniert, haben aber leider zum Teil keine merkbaren mittel- oder gar langfristigen Auswirkungen auf den Spielverlauf. Stundenlanges Reflektieren von möglichen Folgen erübrigt sich also manchmal schon drei Sätze später wieder.

Ausnahmen bestätigen übrigens die Regel: Kurz nach Beginn müsst Ihr Euch schon entscheiden, ob Ihr lieber mit Hilfe der Magier oder der Templer die Bresche schließen wollt. Ihr könnt Euch nur für eine Seite entscheiden und an diese Wahl werdet Ihr noch lange erinnert werden. An diesem Punkt ist stundenlanges Überlegen dann wohl doch nicht fehl am Platz.

Zusammenfassendes Fazit

Ihr seid also immer noch interessiert und schwört beim Erbauer, dass Ihr hinter jeder Anforderung einen dicken Haken setzen könnt? Ihr seid heiß darauf Tag und Nacht ohne Bezahlung zu arbeiten? Eure Familie und Freunde können sich für die nächsten Wochen schön um sich selbst kümmern? Na dann, herzlichen Glückwunsch, Ihr habt den Job!

Und jetzt: Ab mit Euch! Thedas wartet darauf gerettet zu werden und wenn Ihr schon dabei seid könnt Ihr übrigens noch diese kleinen Besorgungen anstellen: 1928 Elfenwurzeln, 649 Tiefenpilze, 710 Eisenerze, 391 Lasuriterze, 484 Stück Baumwollsamt und 353 Tiefenlauerer-Leder. Ach und der Holzfäller wartet auch schon seit zwei Wochen darauf, dass ihm mal jemand zeigt, wo er Holz hacken kann.

Wir vergeben 4 von 5 unglaublich langsamen und hölzern animierten Pferden, 8 von 10 geschlossenen Rissen und 87 von 100 Stunden, die der wunderbaren Welt von Dragon Age: Inquisition nicht mal ansatzweise gerecht werden.  

Dragon Age: Inquisition ist sofort erhältlich für Xbox One, PlayStation 4 und PC, sowie PlayStation 3 und Xbox 360. Getestet haben wir die Version für die PlayStation 4.

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