Schusswechsel mit der Polizei

Vater von Nigerias Kapitän während der WM entführt

Schusswechsel mit der Polizei: Vater von Nigerias Kapitän während der WM entführt Schusswechsel mit der Polizei: Vater von Nigerias Kapitän während der WM entführt Foto: AFP
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Der Vater des nigerianischen Fußball-Nationalspielers John Obi Mikel ist während der Weltmeisterschaft entführt worden. Die Verbrecher hatten es auf ein Lösegeld abgesehen, Sicherheitskräfte konnten Pa Michael Obi jedoch am Montag in Folge eines Schusswechsels mit den Entführern befreien.

Das bestätigte die Polizei im südöstlichen Bundesstaat Enugu am Dienstag. Der Vater des langjährigen Profis des FC Chelsea und sein Fahrer seien unverletzt geblieben. Pa Michael Obi war auch 2011 schon einmal entführt worden. John Obi Mikel bedankte sich am Dienstag in sozialen Netzwerken bei der Polizei für die sichere Rückkehr seines Vaters nach der "Tortur in dieser Woche". Sein Vater erhole sich nun mit der Familie.

Nigerias WM-Kapitän hatte zuvor der britischen Zeitung „The Guardian“ gesagt, er habe noch vor dem entscheidenden WM-Gruppenspiel gegen Argentinien in der vergangenen Woche von der Entführung erfahren. "Ich habe gespielt, während mein Vater in der Hand von Banditen war", wurde der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler von Tianjin Teda (China) zitiert. "Ich musste meinen Schock unterdrücken." Die Nigerianer verpassten den Einzug ins Achtelfinale bei der Endrunde in Russland.

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Die bewaffneten Kidnapper hatten Pa Michael Obi und seinen Fahrer der Polizei zufolge Ende Juni auf einer Fernverkehrsstraße in der Nähe der Stadt Enugu in ihre Gewalt gebracht. Die Entführer forderten daraufhin 10 Millionen Naira, umgerechnet knapp 24.000 Euro, Lösegeld. Örtliche Medien berichteten, dass tatsächlich ein Lösegeld bezahlt worden sei. Die Polizei wies diese Darstellung jedoch zurück.

Bislang erfolgten keine Festnahmen. In Nigeria sind Entführungen wohlhabender Menschen oder ihrer Familien keine Seltenheit. Die Opfer werden in der Regel freigelassen, sobald ein Lösegeld gezahlt wurde.

Quelle: dpa