Nach Fotos mit Erdogan und Pfiffen

Merkel setzt sich für Gündogan und Özil ein

Nach Fotos mit Erdogan und Pfiffen: Merkel setzt sich für Gündogan und Özil ein Nach Fotos mit Erdogan und Pfiffen: Merkel setzt sich für Gündogan und Özil ein Foto: dpa
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Die Pfiffe der deutschen Fußball-Fans haben sogar die Bundeskanzlerin auf den Plan gerufen. Angela Merkel (CDU) hat sich für die wegen ihrer Erdogan-Fotos in die Kritik geratenen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan eingesetzt.

"Ich glaube, die beiden Spieler haben nicht bedacht, was das Foto auslöst mit dem Präsidenten Erdogan", sagte Merkel am Sonntagabend bei Anne Will in der ARD. Sie sei überzeugt, dass beide die deutschen Fans in keiner Weise enttäuschen wollten. Sie habe es sehr berührend empfunden, das Gündogan trotzdem gesagt habe, er spiele gerne für Deutschland und sei gerne Mitglied der Nationalmannschaft.

Die Kanzlerin ergänzte: "Ich finde, wir brauchen die jetzt alle, damit wir gut abschneiden." Gündogan und Özil gehörten zur Nationalmannschaft, "und deshalb würde ich mich freuen, wenn mancher Fan auch klatschen könnte".

Auf die Frage, ob sie trotz ihrer Kritik am russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Spielen der deutschen Mannschaft reisen werde, sagte Merkel, dies könne gut sein. Solche Reisen verstießen nicht gegen ihre Prinzipien. Sie müsse ihre Entscheidung aber an die sonstigen Verpflichtungen anpassen.

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Die Fußball-Weltmeisterschaft sei an Russland vergeben worden, sie wünsche dem deutschen Team alles Gute. Falls sie nach Russland fahre, könne sie dies vielleicht sogar zu politischen Gesprächen nutzen – ohne Sprechen werde man in Konflikten überhaupt keine Lösung finden.

Özil und Gündogan hatten mit gemeinsamen Fotos mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für Wirbel gesorgt, der auch die WM-Vorbereitung der DFB-Auswahl überschattete. Beide Spieler wurden zuletzt von den deutschen Anhängern ausgepfiffen. Gündogan hatte sich zuletzt erklärt und ein öffentliches Bekenntnis zu seinem Geburtsland Deutschland abgelegt. Von Özil gibt es dagegen noch keine Stellungnahme.

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Die beiden Profis waren danach auch beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. „Wir haben aufgrund unserer türkischen Wurzeln noch einen sehr starken Bezug zur Türkei“, hatte Gündogan in einem dpa-Interview gesagt. „Das heißt aber nicht, dass wir jemals behauptet hätten, Herr Steinmeier sei nicht unser Bundespräsident oder Frau Merkel nicht unsere Bundeskanzlerin. Deshalb war es auch nie ein Thema, ein politisches Statement zu setzen.“

Mannschaftskapitän Manuel Neuer kritisierte die Pfiffe in der BayArena gegen seinen Teamkollegen: „Solche Pfiffe schaden der Mannschaft.“ Auch Bundestrainer Joachim Löw stellte sich hinter Gündogan. „Das hat mich schon geschmerzt“, sagte Löw. „Wir werden ihn unterstützen.“

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Quelle: dpa