Saubere Stadien

Japaner und Senegalesen räumen nach WM-Spielen auf

Saubere Stadien: Japaner und Senegalesen räumen nach WM-Spielen auf Saubere Stadien: Japaner und Senegalesen räumen nach WM-Spielen auf Foto: AFP
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Bei der Fußball-WM in Russland präsentieren sich die Fans aus Japan und dem Senegal als vorbildliche Gäste. Nach den Spielen verlassen sie nicht einfach den Block, sie räumen erst noch ordentlich auf.

Den Anfang machten die japanischen Anhänger am Dienstag nach dem 2:1 über Kolumbien. Nach dem Schlusspfiff feierten die Asiaten natürlich erst einmal ausgiebig ihr Team, doch dann sah man auf den Rängen im WM-Stadion von Saransk ungewöhnliche Szenen. Die Fans von "Nippon" schnappten sich blaue Müllsäcke und begannen unmittelbar mit der Aufräumaktion. 

Die Japaner hatten dies schon 2014 bei der WM in Brasilien vorgemacht. Damals wurden die Anhänger aus Fernost von Journalisten zu der Aktion befragt. Darauf angesprochen, antworteten die Fans, dass das für Japaner selbstverständlich sei. Die brasilianische  Zeitung "O Globo" schrieb damals anerkenned: "Erziehung und Disziplin charakterisieren die Japaner bei der WM."

Doch auch die Senegalesen scheinen einen ausgeprägten Hang zur Sauberkeit zu haben. Die Afrikaner putzten erst die Polen mit Bayern-Star Robert Lewandowski in Moskau 2:1 – und dann das Stadion.

Am Sonntag treffen beide Teams in Jekaterinenburg (17 Uhr) in der Gruppe H aufeinander. Behalten Fans beider Lager ihren "Putzfimmel", dürfte man nach dem Spiel im Stadion mit der wohl spektakulärsten Tribüne des Turniers vom Boden essen können.

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