Japanisches WM-Orakel

Ausorakelt! Kraken wird zu Sushi

Japanisches WM-Orakel: Ausorakelt! Kraken wird zu Sushi Japanisches WM-Orakel: Ausorakelt! Kraken wird zu Sushi Foto: Screenshot YouTube
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Japan ist bei der WM in Russland im Achtelfinale knapp an Belgien gescheitert. Das bekannteste WM-Orakel der Asiaten hat es noch härter erwischt. Der Kraken Rabio, der bei der WM die drei Vorrundenspiele Nippons richtig voraussagte, erlebte das 2:3 gegen die Belgier gar nicht mehr. Fischer Kimio Abe hatte andere Pläne.

Kraken-Orakel haben bei Fußball-Weltmeisterschaften seit 2010 Tradition. Damals orakelte sich Krake Paul erfolgreich durch die WM in Südafrika. Alle acht deutschen Begegnungen sagte er damals im Sea Life Centre in Oberhausen richtig voraus. Nie wieder war ein Tier-Orakel so erfolgreich bei der Vorhersage von Fußballspielen.

Daran erinnerte sich jetzt wohl auch der japanische Fischer Kimio Abe. Zur WM in Russland ließ er den von ihm gefangenen Kraken Rabio die japanischen Begegnungen tippen. Das Tier-Orakel erledigte seinen Job im Stile des bekannten Vorgängers. Ein Sieg gegen Kolumbien, ein Unentschieden gegen den Senegal und eine Niederlage gegen Polen – Rabio lag immer richtig. Auch Abe profitierte vom Ruhm des Tiers. Der Fischer wurde im japanischen TV zu einer kleinen Berühmtheit, gab regelmäßig Interviews zu Rabio Tipps.

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Doch vor dem Achtelfinale der Japaner gegen Belgien (2:3) ließ er den Kraken plötzlich nicht mehr tippen. Einem japanischen Medium gegenüber sagte der Fischer nur kurz und knapp, dass er das WM-Orakel "zum Markt gebracht" habe. Eine nette Umschreibung für das Schicksal des Kraken, der wohl in der Sushi-Rolle endete.

Der "BBC" sagte der Fischer auf Nachfrage, dass ihm der Ruhm wichtiger gewesen sei. Ein anderer Tintenfisch könne sicher auch die Ergebnisse vorhersagen und er hoffe, dass Japan auch ohne Rabio den WM-Titel holen werde.

Es kam anders.