Es gibt sie tatsächlich

Acht Argumente gegen Sonne

Es gibt sie tatsächlich: Acht Argumente gegen Sonne Es gibt sie tatsächlich: Acht Argumente gegen Sonne Foto: dpa
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Endlich mal wieder richtig Sommer! In vielen Regionen gibt es seit Wochen vor allem Sonnenschein. Es herrschen Temperaturen wie am Mittelmeer, für Millionen haben die Ferien begonnen. Und dennoch: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.

Sommer- oder Wintermensch? Pralle Sonne oder Schatten? Was bei den einen Glückshormone hervorruft, verdirbt anderen die Laune. Nicht alles am Sommer ist schön:

1. Schlaflose Nächte: Hitze am Badesee oder im Biergarten - das mag fast jeder. Im Büro oder der Werkhalle sieht das schon anders aus. Wenn einem dann noch der Schlaf geraubt wird, weil es auch nachts kaum noch auf die empfohlene Schlaftemperatur von 16 bis 18 Grad abkühlt, dann ist die sommerliche Stimmung schnell im Keller. Besonders Bewohner mangelhaft gedämmter Dachwohnungen können ein Lied davon singen.

2. TV-Programm: Der Sommer ist traditionell die Zeit für Wiederholungen im Fernsehprogramm. Wer seine Sonntagabende am liebsten mit „Tatort“-Krimis verbringt, muss bis Anfang August auf neue Fälle warten. Auch die Erstausstrahlung des Til-Schweiger-Streifens „Tschiller - Off Duty“ am Sonntag (8. Juli) ist keine Neuware: Der Film war schon 2016 im Kino zu sehen.

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3. Trockenheit: Viel Sonne und wenig Regen - schon für ambitionierte Freizeitgärtner eine Herausforderung. Auch die Getreideernte wird in diesem Jahr in vielen Regionen wegen der großen Trockenheit wohl kleiner ausfallen als sonst, sagen Bauernverbände voraus. Dafür könnte die Weinlese früher beginnen. Das Deutsche Weininstitut verzeichnet allerorten einen Vorsprung von zwei bis drei Wochen bei der Rebenreife.

4. Shopping: In der Sommerhitze birgt das Einkaufen besondere Herausforderungen: Wie kriege ich etwa Tiefkühlware unbeschadet ins heimische Gefrierfach? Der TÜV Rheinland warnt: Was nach dem Transport schon angetaut ist, darf nicht mehr eingefroren werden. Zu groß sei das Risiko, dass sich gesundheitsschädliche Keime gebildet haben. Empfehlung: Bei hohen Temperaturen nur mit Kühl- oder Isoliertasche einkaufen.

5. Blow-ups: Bei starker Hitze können Betonfahrbahnen plötzlich reißen, oder der Straßenbelag wölbt sich. Nach Einschätzung des ADAC häufen sich solche Blow-ups - mit entsprechenden Folgen für den Verkehr. Wer Straßenschäden entdeckt, die noch nicht beschildert sind, sollte sie umgehend bei der Polizei oder der Autobahnmeisterei melden. Ansonsten gilt: langsam fahren, Abstand halten.

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6. Badeverbote: Die Europäische Umweltagentur EEA hat den allermeisten Badestellen an Deutschlands Seen, Flüssen und Meeresstränden eine gute Wasserqualität bescheinigt. Das war im Mai. Inzwischen sind die ersten Badeverbote wegen starker Blaualgen-Vermehrung ausgesprochen, etwa in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Blaualgen sind Bakterien und vermehren sich bei Sommerhitze und hohen Wassertemperaturen massenhaft. Das Wasser riecht dann unangenehm nach Ammoniak - also so ähnlich wie faule Eier oder Gülle. Schwimmern drohen Hautreizungen und Übelkeit.

7. Sonnenschutz: Der Deutsche Wetterdienst meldet für das Wochenende eine „sehr hohe“ Gesundheitsgefährdung durch UV-Strahlen in weiten Teilen Deutschlands. Südlich einer Linie Bremen-Hannover-Dresden seien etwa am Samstag Schutzmaßnahmen unbedingt erforderlich. Über Mittag sollte man am Besten gar nicht rausgehen. Aber auch im Schatten sollte die Haut mit Kleidung und Sonnencreme geschützt werden, so der Expertenrat.

8. Geschmacksfragen: Den längsten Teil des Jahres bleiben sie der Öffentlichkeit verborgen: die zweifelhaften Tattoos, die stacheligen Waden, die Bauchfalten, die verhornten Fußsohlen. Der Sommer fördert ans helle Tageslicht, was sonst von Kleidung und Schuhen vor den Blicken Fremder geschützt ist. Das kann man gutheißen oder auch nicht. Gewiss ist: Auch der schönste Sommer geht mal zu Ende.

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Quelle: dpa