"Es war ein wunderbares Gefühl"

Frau bringt todgeweihtes Baby zur Welt – und rettet zwei andere

"Es war ein wunderbares Gefühl": Frau bringt todgeweihtes Baby zur Welt – und rettet zwei andere "Es war ein wunderbares Gefühl": Frau bringt todgeweihtes Baby zur Welt – und rettet zwei andere Foto: tnehala77 / Shutterstock.com (Symbolbild)
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Für Krysta Davis und ihren Partner Derek Lovett muss es ein Schock gewesen sein, als sie erfuhren, dass ihre noch ungeborene Tochter keine Überlebenschancen haben wird. Ein Schwangerschaftsabbruch kam für das junge Paar aus Cleveland dennoch nicht in Frage.

Anenzephalie gilt als die schwerste Fehlbildungsform bei einem noch ungeborenen Kind. Die Schädeldecke schließt sich nicht, Teile des Gehirns und der Kopfhaut fehlen. Und trotz dieser Diagnose, die Ärzte in der achtzehnten Schwangerschaftswoche stellten, entschlossen sich Krysta Davis und ihr Partner Derek Lovett ihr Kind auszutragen. Ein Schwangerschaftsabbruch wäre möglich gewesen, doch das lehnten sie ab. Vielmehr wollten sie "jeden Moment der Schwangerschaft genießen", wie der britische "Mirror" berichtet.

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Es ein unglaubliches Gefühl gewesen, die ersten Tritte ihrer Tochter zu spüren. "Ich wusste nicht, ob sie sich überhaupt bewegen würde, aber wir fanden es heraus, weil sie sich viel bewegte", sagt Davis. Ihr sei zudem bewusst gewesen, "dass ich während der gesamten Schwangerschaft für sie glücklich sein musste, da wir so wenig Zeit miteinander hatten."

An Heiligabend war es dann so weit. Ihre Tochter Rylei kam zur Welt und lebte für eine Woche, ehe sie am Silvesterabend in den Armen ihrer Eltern verstarb. Ein kurzes Leben, aber kein sinnloses Leben, denn zwei andere Kinder konnten gerettet werden, nachdem Ryleis Herzklappen gespendet worden waren.

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Denn das war von Beginn an der Deal, so Davis. Sie habe gewusst, dass sie die Organe ihrer Tochter nur spenden könne, wenn sie voll entwickelt wären. "Erst dadurch hatten wir die Option, dass andere Mütter ihre Kinder mit nach Hause nehmen konnten, wenn wir es selbst schon nicht konnten", sagt die 23-Jährige.

Wenn sie sich heute an ihre Tochter zurückerinnert, an die gemeinsame Zeit denkt und Bilder betrachtet, kämen ihr zwar noch immer ein paar Tränen, aber es seien perfekte Momente gewesen. Und so schwer es auch sei, die Organe des eigenen Kindes zu spenden, so mache es doch einen großen Unterschied für das Leben anderer, die sonst keine zweite Chance bekommen hätten.

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