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Unwetter wüten im Norden Deutschlands

Dramatische Bilder: Unwetter wüten im Norden Deutschlands Dramatische Bilder: Unwetter wüten im Norden Deutschlands Foto: dpa
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Häuser sacken ab, Autos rutschen durch die Gegend, Keller werden geflutet. Im Norden Deutschlands herrscht nach dem Unwetter Chaos.

Nach sintflutartigen Regenfällen ist es am Donnerstag in Hamburg zu massiven Überflutungen gekommen. Straßen standen teilweise bis zu einem Meter unter Wasser, wie die Feuerwehr Hamburg mitteilte. Die Feuerwehr musst zu über 900 Einsätzen im Zusammenhang mit dem Unwetter ausrücken.

Straßen überflutet, Häuser evakuiert Unwetter im Norden Deutschlands 15 Fotos

Überflutet wurden neben Straßen auch zahlreiche Keller, darunter auch im Klinikum Hamburg Boberg. Auch ein Wohnhaus drohte demnach im Gebiet Bergedorf/Lohbrügge einzustürzen. Die Feuerwehr rechnete damit, dass sie die ganze Nacht im Einsatz sein würde.

Auch im Kreis Pinneberg war die Feuerwehr wegen starker Gewitter im Dauereinsatz. Starkregen und Hagel meldeten die Einsatzkräfte insbesondere im gesamten Stadtgebiet Quickborn und im Bereich der Gemeinde Hasloh. Hagelkörner hatten einen Durchmesser von rund fünf Zentimetern, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Tiefgaragen und Keller mussten ausgepumpt werden. Verletzt wurde demnach im Kreis Pinneberg zum Glück niemand.

Die Aufräumarbeiten halten an. In gesamt Norddeutschland gab es laut Polizei fast 2000 Einsätze der Feuerwehr. Im Ort Oststeinbek östlich von Hamburg wurden am Freitagmorgen noch immer vollgelaufene Keller ausgepumpt. Dort und im wenige Kilometer entfernten Hamburger Stadtteil Lohbrügge mussten zwei Häuser evakuiert werden. Die Außenwände der Gebäude stürzten ein. Beide Häuser sind unbewohnbar. Im benachbarten Havighorst stand eine Tiefgarage bis zu drei Meter unter Wasser. Verletzt wurde bei dem Unwetter niemand.

Auch Hessen und Thüringen betroffen

Auch im Osten Hessens war die Feuerwehr noch am Morgen im Einsatz. In Ortschaften rund um Fulda standen in der Nacht zum Freitag mehrere Straßen unter Wasser. Es gab mehrere Sperrungen, Keller liefen voll. In einigen Häusern sei Heizöl ausgelaufen, berichtete die Polizei. In Thüringen entstanden bei den heftigen Regenfällen am Feiertag 60.000 Euro Schaden, weil Keller überflutet wurden. Betroffen war der Ort Schönbrunn im Süden des Bundeslandes. Überschwemmungen gab es auch in Goslar im niedersächsischen Gebiet des Harzes.

Quelle: afp/dpa