Was ist denn da los?

Twitter sperrt Gott – und entschuldigt sich dann

Was ist denn da los?: Twitter sperrt Gott – und entschuldigt sich dann Was ist denn da los?: Twitter sperrt Gott – und entschuldigt sich dann Foto: Screenshot Twitter
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Wer auf Twitter aktiv ist, kommt um den Account von Gott nicht herum. 5,93 Millionen Menschen folgen dem User, der unter @TheTweetOfGod jeden Tag Lebensweisheiten raushaut und teilweise witzig, teilweise auch sehr direkt auf aktuelle Dinge des täglichen Lebens Bezug nimmt. Jetzt hat Twitter Gott gesperrt. Der Grund: Ein Tweet, der angeblich gegen die Twitter-Regeln verstößt. 

5,93 Millionen Menschen folgen Gott auf Twitter. Und Gott folgt nur einem einzigen User: Justin Bieber. Zumindest auf Twitter. 

Wenn ihr jetzt meint, dass der Account @TheTweetOfGod nur lustig ist, dann liegt ihr falsch. Gott, also der auf Twitter, nimmt oft Bezug auf aktuelle Diskussionen oder Themen. Oft geht es dabei durchaus lustig zu, doch der Account kann auch ernsthaft sein. So bekommt beispielsweise US-Präsident Donald Trump sein Fett bei Gelegenheit weg – und diese Gelegenheiten bieten sich ja oft.

Am Dienstag war er mal wieder ernsthaft unterwegs. Gott twitterte über Homosexuelle. Und über sich selbst. Und dann wurde er von Twitter gesperrt. Aber der Reihe nach.

Gott twitterte: "Wenn Homosexuelle ein Fehler sind, dann sind sie ein Fehler, den ich Hundert Millionen Male gemacht habe. Das beweist, dass ich inkompetent bin und man sich bei mir auf nichts verlassen sollte."

14.000 Leute retweeteten die göttliche Selbstkritik. 68.000 Menschen gefiel der Tweet. Doch Gott hatte die Rechnung ohne Twitter gemacht. Dem Sozialen Netzwerk gefiel der Tweet so ganz und gar nicht.

Gott erhielt eine Nachricht. Twitter meldete sich bei ihm, um ihm mitzuteilen, dass sein Tweet gegen die Twitter-regeln verstoßen. Genauer gesagt gegen die Richtlinie zu Hass schürendem Verhalten. "Als Resultat des Verstoßes haben wir deinen Account gesperrt", teilte Twitter ihm mit.

Gott reagierte mit einem weiteren Tweet: "Was zum Teufel, Twitter. Ernsthaft. Was zum Teufel. Was zum Teufel ist das?" – und retweetete Twitters Antwort auf seinen Tweet. Auf diesem Wege erfuhren knapp sechs Millionen Menschen, dass das Unternehmen ihn für diesen Tweeet gesperrt hatte.

Jetzt war wieder Twitter am Zug. Das Unternehmen entschuldigte sich bei Gott: "Hallo Gott, unser Support-Team hat sich deinen Account nochmal angeschaut und festgestellt, dass wir einen Fehler gemacht haben. Wir haben beschlossen, dass keine Verletzung unserer Richtlinien vorliegt und haben deinen Account wieder vollständig freigeschaltet. Wir entschuldigen uns aufrichtig für deine Unannehmlichkeiten und danken dir, dass du dir die Zeit genommen hast, uns dein Anliegen vorzutragen. Danke, Twitter"

Doch für Gott kam die Entschuldigung zu spät. Er zeigte sich unversöhnlich. "Twitter, hör auf, jetzt auf Schmusekurs zu mir zu gehen. Es ist zu spät! Wenn ich mit dir fertig bin, wird MySpace über deine Relevanz lachen."

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Da war sie wieder, die witzige Seite von Gott.