Trotz Zettel an das Ordnungsamt

Werdender Vater bekommt Knöllchen für abgelaufenes Parkticket

Trotz Zettel an das Ordnungsamt: Werdender Vater bekommt Knöllchen für abgelaufenes Parkticket Trotz Zettel an das Ordnungsamt: Werdender Vater bekommt Knöllchen für abgelaufenes Parkticket Foto: Facebook: Malcolm Bunge
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Man lernt nie aus: Weil die Wehen seiner Frau immer stärker werden, packt sich ein Berliner die Schwangere und fährt sofort ins Geburtshaus. In nächster Nähe findet er einen Parkplatz und kauft mit seinen restlichen acht Euro, für die er zuvor sogar einen Schein in Münzen umtauschte, ein Parkticket. Weil eine Geburt mitunter ein sehr langwieriges Prozedere ist, hinterlässt er darüber hinaus einen Brief für die Ordnungshüter - und wird trotzdem bestraft.

Auf Facebook postete Malcolm Bunge nun ein Foto des Zettels, den er hinter der Windschutzscheibe neben dem Ticket platzierte. Zu lesen ist auf diesem: "Falls der Parkschein nicht ausreicht, dann liegt das daran, dass die Geburt unseres Kindes länger dauert. Überlegen Sie sich also, ob Sie einen Strafzettel als Geburtstagsgeschenk da lassen wollen."

Wie "befürchtet" dauert die Entbindung länger, doch die Behörden zeigen kein Erbarmen. Als Bunge mit seiner kleinen Familie zurückkehrt, liegt tatsächlich ein Strafzettel auf dem Wagen - 30 € solle der Spaß kosten. "Ich war schon sauer, dass da jetzt so ein Schein klemmt. Erst ein paar Tage später habe ich dann aber gedacht: 'Das ist doch blanke Ironie'", sagte er gegenüber dem Stern. Im Fall der Fälle wolle er Einspruch erheben und ein Foto seiner Tochter sowie eine Kopie der Geburtsurkunde an das Ordnungsamt schicken.

Der frischgebackene Familienvater nimmt es mit Humor: "Ich weiß natürlich, dass ein guter, deutscher Bürger Prioritäten setzen muss und eher Münzen in einen Parkautomaten werfen sollte, anstatt seiner Frau zur Seite zu stehen und bei der Geburt des Kindes dabei zu sein." Wie auch immer die Geschichte ausgeht: sie wird für immer auch ein Teil der Geburt des kleinen Mädchens sein.