Haare neu, Magen kleiner

Drogenboss lässt sich operieren – und wird dennoch gefasst

Haare neu, Magen kleiner: Drogenboss lässt sich operieren – und wird dennoch gefasst Haare neu, Magen kleiner: Drogenboss lässt sich operieren – und wird dennoch gefasst Foto: dpa
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"El Betito" ist gefasst. Um unerkannt zu bleiben, ließ sich ein mutmaßlicher Bandenboss in Mexiko-Stadt die Haare transplantieren – und obendrein zum Zweck massiver Gewichtsabnahme den Magen verkleinern. Die Mühen lohnten sich wohl nicht, denn die Polizei hat nun seine Festnahme gemeldet.

Der Polizei ist in Mexiko-Stadt der mutmaßliche Kopf einer Verbrecherbande ins Netz gegangen. Der Verdächtige habe sich Haare transplantieren lassen und durch eine Magenverkleinerung 30 Kilogramm abgenommen, um nicht erkannt zu werden, berichtete der Beauftragte für nationale Sicherheit, Renato Sales, am Donnerstag.

Demnach war der als "El Betito“ bekannte mutmaßliche Führer der Gang Tepito Unión im Südwesten der Hauptstadt von Ermittlern identifiziert worden. Bei seiner Festnahme am Vortag wurden bei ihm 10.000 Dollar, Rauschgift und eine Pistole gefunden.

Für Tepito Unión soll der 37-jährige Verdächtige Drogengeschäfte und Schutzgelderpressungen in wohlhabenderen Gegenden gesteuert haben. Zudem stehe er in Verdacht, vor allem im Innenstadtdistrikt Cuauhtémoc an Raubüberfällen und Geldwäsche beteiligt gewesen zu sein. Auch zu seiner mutmaßlichen Rolle bei Ermordungen werde nun ermittelt, hieß es. Der Name seiner Gang lehnt sich an das für hohe Kriminalität berüchtigte Viertel Tepito in Mexiko-Stadt an.

Im von Bandengewalt geplagten Westen Mexikos stießen die Behörden binnen einer Woche auf 20 Leichen in zwei versteckte Gräbern. Die grausigen Funde seien an zwei verschiedenen Orten gemacht worden, sagte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Jalisco, Raúl Sánchez Jiménez, am Donnerstag. In der Gemeinde Tlajomulco seien am Dienstag und Mittwoch zehn Leichen entdeckt worden, zehn weitere vergangene Woche im Viertel Santa Elena de La Cruz in der Stadt Guadalajara.

Die Fälle seien getrennt voneinander zu behandeln, sagte Sánchez. Er verwies zudem auf Behördenangaben, wonach am 5. August ein Mann nahe dem Grundstück in Tlajomulco angeschossen worden und später seinen Verletzungen erlegen sei. Er sei als Führer der örtlichen Zelle des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación identifiziert worden.

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Quelle: dpa