Bootsunglück in Missouri

Tragödie! Frau verliert Kinder, Mann und weitere Angehörige

Bootsunglück in Missouri: Tragödie! Frau verliert Kinder, Mann und weitere Angehörige Bootsunglück in Missouri: Tragödie! Frau verliert Kinder, Mann und weitere Angehörige Foto: dpa
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Die Folgen des Touristenbott-Unglücks in Missouri für Tia Coleman sind für andere kaum vorstellbar. Die Überlebende aus einem so genannten Duck Boat im US-Bundesstaat hat nun mit bewegenden Worten geschildert, wie sie durch die Tragödie zur Witwe wurde und neun Familienmitglieder verlor - darunter drei ihrer Kinder und ihr Mann.

Unter Tränen gab Coleman auf einer Pressekonferenz am Samstagabend (Ortszeit) Einblicke in ihre Gefühlswelt, wie sie das Drama mit insgesamt 17 Toten erlebte und nun mit den Folgen umgehen muss. "Ich weiß schon jetzt, wie absolut schwierig es sein wird, nach Hause zurückzukommen, und ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll", sagte Coleman, die beim Untergang des Ausflugsboots auf einem See am Donnerstag nicht nur ihren Ehemann verlor - sondern auch drei Kinder im Alter von einem, sieben und neun Jahren sowie einen Onkel, einen Neffen, beide Schwiegereltern und ihre Schwägerin. "Seit ich ein Zuhause habe, war es immer voll mit Leben, voll mit kleinen Füßen, Lachen und meinem Mann." Nun bleibe ihr nur noch die Erinnerung daran, mit "welch wunderbaren Menschen" sie ihr Leben geteilt habe.

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Coleman gehörte zu den 31 Insassen des Bootes, das bei einem plötzlich aufkommenden Unwetter auf dem Table Rock Lake kenterte - einem sehr beliebten Ausflugsziel südlich der Stadt Springfield. An Bord befanden sich auch Schwimmwesten, doch angeblich hielt es der Bootskapitän für unnötig, die potenziellen Lebensretter anzulegen.

"Über Ihnen sind die Rettungswesten: Es gibt drei Größen", soll er bei der Abfahrt gesagt haben, so schildert es jedenfalls Coleman. Und weiter: "Ich werde Ihnen zeigen, wo sie sind, aber Sie werden sie nicht brauchen, also machen Sie sich keine Sorgen." Nach diesen beschwichtigenden Worten des Kapitäns habe ihre Familie dann auf die Westen verzichtet.

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Die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB will nun prüfen, ob im Zusammenhang mit den Schwimmwesten, dem Verhalten der Bootscrew und dem Wetter nachweisbare Fehler begangen wurden.

Großmutter rettet Enkelin bei Unglück in Missouri

Bei dem Bootsunglück hat eine 64-Jährige ihre Enkelin gerettet, ist aber selbst ertrunken. Seine zwölfjährige Tochter sei mit seiner Mutter am Donnerstag mit einem Amphibienboot zu einem Ausflug auf den Table Rock Lake gestartet, sagte Todd Dennison der Zeitung "Kansas City Star". Nachdem das sogenannte Duck Boat in einem Gewitter gekentert und untergegangen sei, habe die Enkelin gespürt, wie ihre Großmutter sie unter Wasser nach oben gedrückt habe. "Sie sagte, ihre Großmutter habe sie gerettet", sagte Dennison. Die 64-Jährige ist nach Angaben der Behörden eines 17 Todesopfer des Unglücks.

Quelle: dpa