Rammstein Tour 2019 - Frankfurt am Main Till Lindemann
Foto: dpa/Boris Roessler

In der Vergangenheit wurde die Band „Rammstein“ politisch immer wieder in die rechte Ecke gezwängt, dementierte dies jedoch stets. Nun könnten die Diskussionen neues Futter bekommen, denn bei ihrem Konzert in Frankfurt überraschten sie mit einer recht deutlichen Botschaft.

Zwar geht es bei den Auftritten der Band oft sehr provokativ zu, die Politik blieb bei den spektakulären Shows aber zumeist auf der Strecke – bis jetzt. Dafür musste Sänger Till Lindemann jedoch keine große Rede schwingen, sondern lediglich ein Schild hochhalten.

Als eine Acapella-Version des Songs „Engel“ ertönte, ließen sich die Band-Mitglieder Oliver Riede, Paul Landers, Christian Lorenz, Christoph Schneider und Richard Kruspe über die Zuschauer hinweg auf einem Schlauchboot von einer Neben- auf die Hauptbühne tragen. An sich nichts Ungewöhnliches, gehört diese Aktion doch zur regulären Rammstein-Show. Diesmal allerdings empfing Lindemann seine Kollegen mit einem Schild, auf dem „Willkommen“ geschrieben stand.

Fans teilten Bilder und Videos von der Aktion in den sozialen Netzwerken und diskutierten darüber, was dies zu bedeuten haben könnte. Und sie glauben: Rammstein hat sich für die Seenotrettung ausgesprochen. „Nicht das beste Foto, aber das beste Statement von Rammstein in Frankfurt“, schreibt ein Instagram-User unter seinen Schnappschuss. „Begrüßung derjenigen, die per Boot von der anderen Seite kommen. Eine mutige und leider notwendige Aussage in diesen Zeiten.“

Ein Fan meint bei Twitter: „Mein Highlight beim #Rammstein Konzert Samstag war übrigens, als die Bandmitglieder nach „Engel“ auf Schlauchbooten über das Publikum zur Bühne getragen wurden, wo Lindemann mit einem großen „Willkommen“ Schild auf sie wartete.

Derweil ist unklar, ob die Vermutungen der Rammstein-Anhänger tatsächlich der Warhheit entsprechen. Bisher hat sich keines der Bandmitglieder zu der Aktion geäußert.