Weihnachtsmusik
Foto: Shutterstock/Larina Marina

In den Albumcharts weihnachtet es sehr: Volksmusiker Andreas Gabalier, das Schlager-Duo Fantasy, Pop-Sängerin Patricia Kelly, Jazz-Pianist Jamie Cullum und Superstar Robbie Williams haben es zum Advent in die Hitparaden geschafft. Von „O Tannenbaum“ bis „Last Christmas“ sind zahlreiche Evergreens auch heute noch auf neuen Weihnachtsalben ganz klassisch zu hören.

Aber neben den Klassikern wie „Kling Glöckchen Klingelingeling“, „White Christmas“ und „Jingle Bells“ gibt es auch viele andere, originellere Ideen. Wir präsentieren Euch bekömmliche Fest-Alben mit Pop, Folk, Jazz, Soul und Country.

Jamie Cullum – „The Pianoman At Christmas“

Jamie Cullum (41) zündet in diesem Jahr ein paar besonders schöne musikalische Lichter an. „The Pianoman At Christmas“ heißt sein Beitrag zum Fest. Da klingen die Glöckchen, perlen die Piano-Töne durch die Winterlandschaft, wird das Saxofon entfesselt. Mit seinem mal sanften, mal erhabenen Bigband-Sound lässt der Brite die klassische Swing-Ära wieder aufleben. „Last Christmas“ oder „Little Drummer Boy“ sucht man auf seinem Album vergeblich: Der vielseitige Jazzer hat alle zehn Songs selbst geschrieben und im legendären Londoner Abbey Road Studio 2 aufgenommen. Es weht viel Nostalgie durch diese Lieder – auf einem Album, das sich mit Swing, Jazz und Pop einen Platz neben Michael Bublés „Christmas“ sichern kann.

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Nils Landgren – „Christmas With My Friends VII“

Ein Weihnachtsmusik-Routinier ist dieser schwedische Jazz-Posaunist und Sänger mit Wahlheimat Deutschland. Der Erzromantiker Nils Landgren (64) spielt seit 15 Jahren unter dem Titel „Christmas With My Friends“ festliche (und sehr erfolgreiche) Alben ein. Um den siebten Anlauf gut zu begründen und erneut reizvoll zu gestalten, hat Landgren sein Spektrum global erweitert. Als Frontmann eines achtköpfigen Ensembles spielt und singt er Weihnachtslieder zwischen Jazz, Klassik, Folklore und Soul – aus Schweden und Deutschland, aber auch Österreich (Franz Schuberts „Ave Maria“) und Puerto Rico (José Felicianos „Feliz Navidad“) sowie Irland, Russland, Polen, Island, Großbritannien, Finnland, Belgien, USA. Sehr behaglich, das Ganze.

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Andrew Bird – „Hark!“

Wer Weihnachten gern als Indiepop-Fest feiert, kann dies auch mit dem US-Singer-Songwriter Andrew Bird tun – er nimmt sich auf seinem feinen Album „Hark!“ ähnliche Freiheiten wie die Calexico-Kollegen.

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Rebekka Bakken – „Winter Nights“

„Last Christmas“, der Dauerbrenner von Wham!, hat es auf viele Fest-Alben geschafft. Besonders einfühlsam: die Zeitlupenversion der Jazz-Sängerin Rebekka Bakken (50):

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Pop, Country, sogar rockige Gitarren – die Norwegerin kennt keine Genre-Grenzen. „Ich habe immer davon geträumt, ein Weihnachtsalbum zu machen, denn ich liebe Weihnachtsmusik und ich liebe es, Weihnachtslieder zu schreiben“, sagt die Sängerin, die sich nun einen Traum erfüllt hat, der ziemlich melancholisch ausgefallen ist. Äußerst berührend ist das tieftraurige Lied „This Year Is Different“, das an Western und Tom Waits denken lässt. Geschrieben hat es Bakken nach dem Tod ihres Vaters.

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Angelo Kelly & Family – „Coming Home For Christmas“

Ihre „Irish Christmas Tour“ mussten Angelo Kelly (38) und seine Familie wegen der Corona-Pandemie verschieben, aber irische Weihnacht wird natürlich trotzdem gefeiert. Das Vakuum haben sie genutzt, um „Coming Home For Christmas“ aufzunehmen. Die Platte solle den Menschen Kraft schenken, sagt Angelo Kelly, „und sie daran erinnern, wie wertvoll und besonders das Leben ist“. Herzerwärmend, besinnlich („White Christmas“), traditionell („The Little Drummer Boy“), stilistisch auch mal Rock und Pop („All Christmas Night“) – hier wird ein Irish-Folk-Feuerwerk abgebrannt, das ein Konzert nicht ersetzen kann, aber Kelly-Fans glücklich in die Weihnachtszeit entlässt.

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Dolly Parton – „A Holly Dolly Christmas“

Aus dem Weihnachtsgeschäft hat sich Dolly Parton (74) lange ziemlich herausgehalten, jetzt aber gibt es für ihre Fans gleich doppelt Grund zur Freude. Parallel zum Album ist auf Netflix das Weihnachtsmusical „Christmas On The Square“ erschienen, für das die Country-Queen 14 Originalsongs geschrieben hat.

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+Fünf Parton-Lieder gibt es auch auf „A Holly Dolly Christmas“ zu hören – und natürlich eine ganze Reihe vertrauter Klassiker („All I Want For Christmas Is You“) im luftigen Country-Gewand. Neben Gaststars wie Schönsänger Michael Bublé oder Country-Ikone Willie Nelson sind Bruder Randy Parton, Patentochter Miley Cyrus und deren Vater Billy Ray Cyrus an Bord. Die Stimmung ist feierlich, ein wenig kitschig – so soll Weihnachten ja auch sein.

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Calexico – „Seasonal Shift“

So geht’s auch: Weihnachten als Wüstenrock- und Mariachi-Party. Wer könnte das besser als die bewährten Stilmixer von Calexico, also die seit über 20 Jahren populäre US-Band um Sänger/Gitarrist Joey Burns (54) und Schlagzeuger John Convertino (57). Da schmettern die Bläser, die zwischen Arizona und Mexiko vermittelnden Rhythmen sind feurig, und doch kommt erhabene Stimmung auf in „Christmas All Over Again“ oder dem Titelsong „Seasonal Shift“. Fado, Rumba und Folk finden ebenfalls ihren Platz in den zwölf Stücken, unter denen sich ein hübsches Cover von John Lennons „Happy Xmas (War is Over)“ befindet:

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Chilly Gonzales – „A Very Chilly Christmas“

Der kanadische Pianist und Entertainer hat bekanntlich ein Faible für Ironie und schrägen Humor. Auf seinem Winterzeit- und Weihnachtsalbum geht Jason Charles Beck (48) alias Chilly Gonzales die Sache freilich ernsthaft an. Sein Klavierspiel ist makellos schön in Klassikern wie „Silent Night“ oder „Jingle Bells“, die Auswahl seiner Gäste erlesen. „In The Bleak Midwinter“ deklamiert der britische Chilly-Kumpel Jarvis Cocker (früher Pulp), der später auch noch mit der Kollegin Leslie Feist singt: Das gemeinsame „Snow Is Falling In Manhattan“ (im Original vom 2019 gestorbenen US-Songwriter David Berman) wird zum bewegenden Höhepunkt einer prachtvollen Fest-Platte.

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Kelly Finnigan – „A Joyful Sound“

Einen originellen Zugang zur Weihnachtsmusik findet dieser talentierte Soul-Sänger aus dem US-Bundesstaat Ohio. Im höchsten Maße „joyful“, also freudvoll, sind sein Bandsound und seine tolle Stimme tatsächlich. Auf den Klang von Schlittenglöckchen folgen elf Stücke: gemütvolle Balladen wie der Titelsong und temperamentvolle Stampfer im Motown-Stil der Sixties wie „Santa’s Watching You“:

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Kelly Finnigan (39) hat hier eine Retro-Soul-Traumbesetzung (unter anderen Mitglieder von Monophonics und The Dap-Kings) für eine Produktion versammelt, die den Musiker als Top-Songwriter und –Performer zeigt.

>> Ihr wünscht Euch eher den Sommer zurück? Das waren die ‚tonight.de‘-Sommerhits 2020! <<

Quelle: dpa