Sarah Connor
Foto: Annette Riedl/dpa

In ihrer Ballade „Stark“ thematisiert die Musikerin das Thema Depressionen aus Sicht der Bezugsperson eines depressiven Menschen. Nun hat Sarah Connor erstmals auch über ihre Erkrankung geredet.

Am Freitag war die 41-Jährige zu Gast im Sat.1-Frühstücksfernsehen – und redete über genau diesen Song. „Ich kann nur sagen: Depressionen und die Bipolarität meiner Gedanken, meines Wesens, ist schon etwas, was mich mein ganzes Leben beschäftigt“, verriet sie. „Ich bin auch mit Menschen groß geworden, die damit zu tun haben.“

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Sie selbst habe jemandem aus ihrem Umfeld in solchen Phasen Mut zugesprochen, offenbarte sie der Deutschen Presse-Agentur zudem. „Es ist oft ein Teufelskreis: Man hört zu, redet, gibt Zuwendung, Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit, man sorgt sich und hofft, doch am Ende weiß man nie, ob man überhaupt bei der Person ankommt und helfen kann.“

Daher wünsche sie sich in der Gesellschaft mehr Empathie im Umgang mit Depressionen. „Es ist keine Krankheit, die man von außen sieht. Du fühlst dich alleine, einsam, isoliert und abgespalten vom Rest der Gesellschaft. Es erfordert Feingefühl und genaues Hinsehen, um überhaupt mitzubekommen, dass es jemandem im eigenen Umfeld nicht so gut geht.“

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Auch sie habe bereits als Teenager mit Depressionen zu tun gehabt und kenne die „Dunkelheit der Gedanken“, sagte Connor weiter. „Ich selber habe immer noch hier und da eine kleine Panikattacke. Das kann beim Autofahren passieren, wenn ich mit meinen Hunden im Wald spazieren gehe oder wenn ich auf der Bühne stehe. Ich habe mich damit abgefunden, ich glaube, damit werde ich mein Leben lang zu tun haben.“

Im Frühstücksfernsehen erklärte sie: „Das ist für mich mittlerweile schon eine alte Bekannte. Wie eine Schwester, die dabei ist und wo ich denke: ‚Okay, es ist jetzt gerade so.‘ (…) Ich habe gelernt, damit zu leben. Dass es zwischendurch passiert.“

Sarah Connor: Hochzeit mit Florian Fischer offenbar schon vor 2017

In diesen schwierigen Zeiten ist die Unterstützung einer Familie natürlich enorm viel wert. Und die hat Sarah Connor zweifelsohne. Neben fünf Geschwistern und zwei Halbgeschwistern hat sie vier Kinder: zwei mit Ex Marc Terenzi und zwei mit ihrem aktuellen Ehemann Florian Fischer, mit dem sie offiziell seit 2017 verheiratet ist.

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Oder doch nicht? „Ich bin jetzt seit über zwölf Jahren in einer Beziehung und seit vielen, vielen Jahren verheiratet. Viel länger, als man da draußen denkt“, gestand Connor bei ihrem Sat.1-Besuch zusätzlich.

Sarah Connor, die frisch von einer Corona-Erkrankung genesen ist, veröffentlichte am vergangenen Freitag eine Neuauflage ihres Albums „Herz Kraft Werke“ von 2019, auf dem neben „Stark“ noch fünf weitere neue Songs enthalten sind. Ihrem Ehemann widmete sie den Song „Dazwischen sind wir Freunde“.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)