Albumveröffentlichung -
Foto: ·Vertigo Berlin/Universal Music/dpa

Fünf Jahre nach seinem bisher letzten Soloalbum meldet sich der Berliner Rapper Megaloh auf seiner neuen Platte „21“ mit Spaß an Experimenten zurück. Autotune, Beats mit Drill-Anleihen und Afrotrap-Einflüsse bietet der Musiker.

Außerdem sind Ansagen an die Szene („Caesar“) zu hören, und an die Nuller-Jahre erinnernde Zusammenarbeiten mit Branchen-Größen wie Kool Savas und Marteria sowie Afrob und Samy Deluxe als „ASD“ („Live & Direct“).

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Doch auch auf die gewohnten ernsteren Töne und Gesellschaftskritik müssen Fans nicht verzichten: „Rapper müssen eine Rolle spielen, weil sie sonst keine Rolle spielen.“ Themen wie Verantwortungsgefühl, Dankbarkeit für seine Familie und seinen kleinen Sohn tauchen immer wieder auf.

Der 40-Jährige aus dem Berliner Stadtteil Moabit (bürgerlicher Name: Uchenna van Capelleveen) hat offenbar konsequent seine Vorstellungen durchgesetzt: „Alle sagen: Mach nich, doch ich mach‘ so.“ Auch wenn nicht jeder Song des Albums direkt in seinen Bann zieht – der elegante Flow und Megalohs tiefe, ruhige Stimme kommen immer voll zur Geltung.

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Inzwischen schiebt der Rapper nach eigener Aussage auch keine Schichten mehr als Lagerarbeiter nebenher, sondern kann sich voll auf die Musik konzentrieren. Doch auch das war in der Pandemie nicht ganz einfach, wie er im „Tagesspiegel“-Podcast „Eine Runde Berlin“ erzählte.

Mit fünf Familienmitgliedern in einer Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung sei es nicht immer leicht gewesen, Zeit und Muße für die Musik zu finden. Motiviert habe ihn vor allem auch die künstlerische Weiterentwicklung. „Es gibt immer etwas Neues zu lernen“, sagte er im Podcast. „Ich möchte einfach immer weitergehen.“ Mit seinem Album „Regenmacher“ hatte es Megaloh 2016 auf Platz zwei der deutschen Albumcharts geschafft. Im vergangenen Jahr war seine EP „Hotbox“ erschienen.

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Quelle: dpa