Foto: dieserbobby/Two Sides/Paul Zinken/dpa
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Vor einer Woche sagte sich Capital Bra überraschend von Bushido los. Via Instagram kündigte der Shootingstar der deutschen Rapszene an, nicht mehr für das Label „ersguterjunge“ (EGJ) arbeiten zu wollen. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Dem 24-Jährigen droht jetzt ein Streit mit Labelboss Bushido.

Beginnen wir aber von vorne: Im Juli des vergangenen Jahres gab Bushido die Zusammenarbeit mit Vladislav Balovatsky, wie Capital Bra mit bürgerlichem Namen heißt, bekannt. Gemeinsam mit dem Deutsch-Libanesen Samra tauchte er als Feature auf Bushidos Single „Für euch alle“ auf. Da verwunderte es, dass die Universal Music Group im Januar verlauten ließ, dass sie Capital Bra unter Vertrag genommen und seine Single „Benzema“ veröffentlicht habe – denn eigentlich ist Sony für den Vertrieb bei „ersguterjunge“ verantwortlich.

Wie passt das alles zusammen? Laut „Bild“ soll Bushido den Deal eingefädelt haben und so an den Einnahmen aus drei (noch ausstehenden) Alben beteiligt werden. Ein sogenannter Künstlerbrief, eine Verpflichtungserklärung des Rappers, sichere der Plattenfirma die Exklusivrechte an Capital Bra. Und diesen Kontrakt möchte der Ukrainer jetzt wohl auflösen.

Aber geht das so einfach? Nein! Bushido ist in diesem Fall so etwas wie der Boss von Capital Bra, nur er könnte alles rückgängig machen. Tue er dies nicht, bestünden für den Rapper zwei Möglichkeiten: Entweder er kauft sich aus dem Vertrag heraus oder die Plattenfirma findet einen Kompromiss, mit dem beide Parteien einverstanden sind.

Der Streit und die Trennung von Bushido hindern Capital Bra bislang allerdings nicht daran, weitere Songs zu veröffentlichen. Erst vor wenigen Tagen ist seine neue Single „Prinzessa“ auf seinem YouTube-Kanal „Joker Bra“ online gegangen. Das Video hat bereits knapp drei Millionen Aufrufe.

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