Foto: Axel Schmidt/AFP
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Sechs Monate nach dem Skandal um den „Echo“-Musikpreis und seine Songzeilen über Auschwitz und den Holocaust zeigt sich Felix Blume alias Kollegah einsichtig. „Die Zeit der Provokation ist vorbei“, so der Düsseldorfer Rapper.

Der Musiker erklärt in der aktuellen Ausgabe des „stern“, dass solche Themen für ihn in Rap-Songs nicht mehr vorkommen werden: „Das macht man nicht. Der Holocaust hat im Rap nichts zu suchen.“

Er habe sich zwar schon zuvor für die Zeilen entschuldigt, so Kollegah, aber das wirkliche Ausmaß seines Fehltrittes sei ihm erst nach seinem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz bewusst geworden. Der 34-Jährige und sein Musiker-Kollege Farid Bang hatten im Sommer auf Einladung des Echo-Komitees der Gedenkstätte Auschwitz besucht. 

„Wenn Sie dort stehen und das mit eigenen Augen sehen, was Sie nur aus Dokumentationen oder Büchern kennen; wenn Sie auf einem dieser Wachtürme stehen, die Gleise von Birkenau sehen und sich den Rauch vorstellen, der aus den Öfen kam, dann denkt jeder, dass er wenig über das Ausmaß wusste. Diese Vernichtungsfabrik zu sehen und darin herumzulaufen ist etwas völlig anderes, als Bücher darüber zu lesen“, so Kollegah. Der Besuch sei eine „aufwühlende, klärende Erfahrung“ für ihn gewesen.

Zugleich wies er den Vorwurf, frauenverachtenden und gewaltverherrlichenden Gangsta-Rap zu produzieren, zurück. Seine Fans könnten sehr wohl auseinanderhalten, was Fiktion und was Wirklichkeit sei. „Man darf solchen Leuten nicht unterstellen, dass sie so dumm sind und das nicht einordnen können, nur weil man selbst vielleicht andere Musik hört und zu dieser Musik keinen Zugang hat“, erklärte Kollegah dem Magazin.

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