Foto: dpa / Richard Shotwell
Foto: dpa / Richard Shotwell

Vor knapp zehn Jahren starb Michael Jackson im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis Propofol. Am vergangenen Freitag feierte der Dokumentarfilm „Leaving Neverland“ Premiere, in dem dem „King of Pop“ sexueller Missbrauch vorgeworfen wird. Zu viel für seine Tochter Paris, die daraufhin einen Zusammenbruch erlitt.

2005 wurde Jackson vor Gericht von den Vorwürfen des Kindesmissbrauchs freigesprochen, weil es keine Beweise gegeben hatte. Zehn Jahre nach seinem Tod sind die Anschuldigungen aber präsenter denn je: Zwei Männer erzählen in einem Film von den sexuellen Handlungen, zu denen sie in ihrer Kindheit vom erfolgreichsten Musiker aller Zeiten gezwungen worden seien.

„Leaving Neverland“ heißt der Film über Wade Robson und Jimmy Safechuck, der unlängst auf dem Sundance-Filmfestival in Park City, Utah erstmals gezeigt wurde – und Paris Jackson laut der britischen Zeitung „The Sun“ völlig verstörte.

Dabei schien es der 20-Jährigen zuletzt gut zu gehen. Auf Instagram bestätigte sie zwar eine Pause, beteuerte aber: „Ich bin glücklich und gesund und fühle mich besser als je zuvor.“ Zudem kündigte sie neue Musik mit ihrem Freund Gabriel an, mit dem sie die Band „The Sunflowers“ bildet. Diese Pläne sind jetzt aber wohl vorerst auf Eis gelegt.

Doch was zeigte der Film, der zu Paris‘ Zusammenbruch führte? Wie das Blatt berichtet, zeigen Robson und Safechuck in dem Film detailliert auf, was Jackson ihnen in den 80er Jahren im Alter von nicht einmal zehn Jahren angetan habe, erzählen von geheimen Zimmern, die überall auf Jacksons Anwesen, der „Neverland Ranch“ verteilt gewesen seien, und in denen Jackson sich an den Jungen vergangen habe. Die Organisatoren hatten aufgrund der Brisanz der Enthüllungen Therapeuten vor dem Kino bereitgestellt – scheinbar nicht umsonst.

Ein Statement der Famile Jackson ließ nicht lange auf sich warten. Der „Washington Post“ sagte sie: „Wir können nicht einfach dabei zusehen, wie dieses öffentliche Lynchen weitergeht. Michael ist nicht mehr da, um sich zu verteidigen, sonst wären diese Anschuldigungen nie gemacht worden.“

Zudem wies sie auf eine kuriose Tatsache hin: Als Michael 2005 der Prozess gemacht wurde, hatten Robson und Safechuck für ihn ausgesagt und ihre Aussagen erst nach dem Tod des Sängers zurückgezogen.

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