Mickie Krause
Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Das ist bitter! Partysänger Mickie Krause kann sich nur schwer vorstellen, in diesem Jahr noch am Ballermann aufzutreten.

„Ich habe die Mallorca-Saison für mich im Grunde aufgegeben“, sagte der 49-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er glaube nicht, dass bis Oktober Hotels wieder öffnen, Flugzeuge auf die Insel fliegen und vor allem große Diskotheken Partys veranstalten dürften. „Das ist für mich Utopie.“

Der Ballermann-Star („Eine Woche wach“) wäre auch in diesem Sommer regelmäßig im Kultlokal „Megapark“ aufgetreten. Er habe Mitleid mit den Mitarbeitern vor Ort, aber auch den Jugendlichen, die im Sommer ihren Schulabschluss auf Mallorca feiern wollten.

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„Die Abiklassen sind ja wirklich mein Publikum. Ich kann nur sagen: Leute, irgendwann wird wieder ordentlich gefeiert und gelacht. Ihr macht erstmal Abi und die Party verschieben wir dann auf das nächste Jahr.“

In Spanien gelten in der Corona-Krise noch strengere Maßnahmen als in Deutschland. Die Zentralregierung in Madrid hat noch keine Pläne, Hotels oder Gaststätten wieder zu öffnen.

Privat ist Micki Krause, alias Michael Engels, Familienmensch, seit fast 30 Jahren verheiratet, hat vier Kinder, wohnt im Einfamilienhaus mit Garten, geht in die Kirche, nimmt am Dorfleben teil. Spießig würde er das  nicht nennen. Bodenständig schon eher. Westfälisch halt. «Mir ist es wichtig, den Respekt vor der arbeitenden Gesellschaft nicht zu verlieren. Ich haue die Kohle nicht raus, sondern gehe damit vernünftig um.»

Sein Geld verdient Engels seit rund zwei Jahrzehnten unter seinem Künstlernamen. Und mit Perücke auf dem Kopf, um seine Privatsphäre zu schützen. «Irgendwann habe ich gemerkt: Es ist wichtig, nicht 24 Stunden Mickie Krause zu sein, sondern auch die Möglichkeit zu haben, ein anderer Mensch zu sein», erklärt der Sänger seine Verwandlungen.