Foto: dpa/Frank Micelotta
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R. Kelly scheint ganz dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“ zu folgen: Der umstrittene R&B-Musiker hat im US-Staat Illinois einen Sekunden-Auftritt hingelegt.

Er habe sich bei seinen Unterstützern bedankt, 28 Sekunden lang eine Zeile eines seiner Songs gesungen und dann 35 Minuten lang mit Fans gesprochen und Fotos gemacht, meldeten die TV-Sender WICS und WRSP am Sonntag. Rund 100 Fans hätten im Gegenzug 50 und 100 Dollar gezahlt, um den Sänger in dem Club Dirty South Lounge in Springfield zu sehen.

R. Kelly sei am Sonntagmorgen gegen 1.30 Uhr erschienen, nach seinem Eintreffen sei der Eintrittspreis auf 50 Dollar gesenkt worden. Einige Zuschauer sagten anschließend, der Auftritt sei das Geld nicht wert gewesen und sie würden die Summe nicht noch einmal zahlen. Andere sagten, sie wollen die Anschuldigungen gegen ihn vom Künstler R. Kelly trennen.

Stunden vor seinem Auftritt in dem Club sagte er in einem Video bei Instagram, die Medien sollten nicht so hart mit ihm ins Gericht gehen. Er müsse auf die Bühne, um Geld zu verdienen.

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Für kommende Woche geplante Deutschland-Auftritte in Neu-Ulm und Hamburg waren wegen der Vorwürfe von den Veranstaltern abgesagt worden. Der 52-Jährige war Ende Februar wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft in Chicago wirft dem R&B-Sänger („I Believe I Can Fly“) sexuellen Missbrauch in zehn Fällen in den Jahren 1998 bis 2010 vor. Mehrere Opfer seien damals jünger als 17 Jahre gewesen. Kelly plädierte bei einer Anhörung auf nicht schuldig.

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(dpa)