Farid Bang
Foto: dpa/Ursula Düren

Weil Mario Götze ihn auf Instagram blockiert hat, disste Farid Bang den Fußballer auf der Social-Media-Plattform. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten, eine Torwette auf den Dortmunder abzuschließen – mit Erfolg.

In seiner Instagram-Story am Mittwochabend polterte der Skandal-Rapper gegen Götze, pöbelte in einer Video-Botschaft gegen den Siegtorschützen des WM-Finals 2014. Der Grund: Der BVB-Star hatte wohl den Rapper zuvor bei Instagram blockiert. Am Donnerstag ruderte Farid Bang ein wenig zurück: Er wolle Götze nichts Schlechtes: „Ich habe nix gegen ihn, bin einfach kein Fan von ihm, mag ihn spielerisch nicht.“

Irgendwie scheint der Rapper aber dennoch einen Narren an dem Mittelfeldspieler des BVB gefressen zu haben. Am Samstag teilte Farid einen Wettschein: 100 Euro setzte der 32-Jährige darauf, dass Götze beim Heimspiel gegen Hannover 96, das Dortmund mit 5:1 gewann, einen Treffer erzielt.

Götze tat ihm den Gefallen, netzte zum zwischenzeitlichen 3:1 ein. Der Gewinn: 242,25 Euro. Am Sonntag kommentierte der Rapper seine Aktion in seiner Instagram-Story: „Und die Moral von der Geschicht‘: Farid kassiert ab, wenn der Götze trifft.“

Farid Bangs Rap-Stil ist der Gangsta-Rap. Dabei bedient er sich heftiger Sprache und Ausdrücken, die vielen Erwachsenen so gar nicht gefallen, dafür aber unter Jugendlichen abgefeiert werden. Die skurrilen Wortspiele standen schon öfters in der Kritik: Fünf seiner Alben wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert. Auch die Kollaboalben „Jung Brutal Gutaussehend“ und „Jung Brutal Gutaussehend 3“, die er mit Rapper Kollegah aufnahm, landeten auf dem Index, dürfen nicht mehr für Kinder und Jugendliche zugänglich gemacht werden.

2012 gründete Farid Bang sein eigenes Musiklabel „Banger Musik“. Mit der Rap-Konkurrenz kommt er nicht so gut klar. Er hatte bereits verbale Auseinandersetzungen mit den Rapper-Kollegen Fler, Sido, Silla, Shindy und vielen weiteren. Aus diesen Streitigkeiten entstanden zahlreiche Disstracks.

In den Medien wurde er aufgrund seiner kontroversen Zeilen im Kollaboalbum „Jung Brutal Gutaussehend 3“ stark kritisiert. Insbesondere der Song „0815“ und die Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ stoß auf heftige Kritik. Dass die beiden Rapper für das Album trotz der Antisemitismus-Vorwürfe auch noch einen „Echo“ gewannen, sorgte für bundesweite Empörung. Die Konsequenz: Der Preis wurde nach 26 Jahren abgeschafft.

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