Foto: dpa
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Der Streit zwischen dem Berliner Rapper Bushido und Arafat Abou-Chaker droht zu eskalieren. Erst kürzlich sagte seine Frau Anna-Maria Ferchichi, dass sie „eigentlich jeden Tag“ mit einem Angriff rechnen würden. Verbindungen zum Clan selbst will Bushido aber nicht gehabt haben, wie er nun erklärte.

In der rbb-„Abendshow“ sagte der Rapper am Donnerstag, dass sich sein Kontakt zum Abou-Chaker-Clan auf die Person Arafat Abou Chaker beschränkt habe. Genauso sei es bei seiner aktuellen Freundschaft mit Ashraf Remmo, der einem anderen Berliner Clan angehört. „Ich habe mit Clans generell nicht viel zu tun gehabt. Ich hatte mit Arafat Abou-Chaker in Person zu tun gehabt, so wie ich auch mit Ashraf in Person zu tun habe. Ich habe nur ein sehr großes Problem mit einer Person. Mehr nicht“, so Bushido.

Über seinen öffentlich ausgetragenen Streit mit Abou-Chaker sagte Bushido: „Die Streitlustigkeit ist von meiner Seite aus nicht so gegeben.“ Sorgen mache er sich dennoch, da Arafat, ganz unabhängig von seiner Herkunft und der Größe seiner Familie, ein „schwieriger und dominanter Typ“ sei. Und eben diesem Typ hatte Bushido eine Generalvollmacht über seine Geschäfte erteilt. Es heißt, der Clan-Chef habe 50 Prozent aller Einkünfte Bushidos erhalten.

In dem Gespräch mit dem rbb räumte Bushido weiter ein, dass er vorbestraft sei – aktuell befinde er sich auf Bewährung wegen Betrugs: „Ich glaube, ich bin der straffälligste Mensch hier in diesem Studio, offiziell.“ Dennoch wünsche er sich als Vater, dass seine fünf Kinder „vernünftig und nicht straffällig“ werden.

Wichtig sei ihm nur, im Umgang mit anderen Menschen keine „soziale Filterung“ zu betreiben. „Solange ein Mensch sich mir gegenüber korrekt verhält, ist es mir egal, welche Hautfarbe er hat, aus welcher Religion er kommt oder aus welchem Teil Deutschlands“, erklärte Bushido.

Seiner Verantwortung gegenüber seinen meist jungen Fans sei er sich dennoch durchaus bewusst. Sein aktueller Song „Mephisto“ eigne sich aufgrund des hohen Wertes an lyrischer Ausdrucksweise zum Beispiel auch als Interpretations-Material für die Schule, so Bushido. In dem über zehn Minuten langen Track thematisiert der 40-Jährige seine Trennung von Abou-Chaker. Ohne seinen eigenen Namen oder den Namen Arafats zu nennen, rappt er in Fabel-Manier über einen naiven Jungen, der an den Teufel geraten ist.

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An diesem Freitag erscheint zudem Bushidos 13. Album (hier bei Amazon bestellen). Die Platte mit dem Namen „Mythos“ ist die erste, seit er sich im März offiziell von Abou-Chaker gelöst hat. Gleichzeitig wird der Musiker am Tag der Album-Veröffentlichung 40 Jahre alt.

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