Radfahren in der Region

Kurzurlaub am Wasser

Radfahren in der Region: Kurzurlaub am Wasser Radfahren in der Region: Kurzurlaub am Wasser Foto: RP/Dominik Schneider
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Nur gute sechs Kilometer und der Rhein trennen das barocke Schloss Benrath von der mittelalterlichen Zollfeste Zons. Wer sich aufs Rad schwingt, muss die Düsseldorfer Grenze zur Nachbarstadt Dormagen passieren und dabei den Rhein überqueren. Gleich zweimal geht es bei dieser Tour über den Fluss – und das macht ihren besonderen Reiz aus. Denn bei halbwegs gutem Wetter kommt am Ufer des Flusses und vor allem auf den Fähren auf dem Wasser echtes Urlaubsgefühl auf. 

Startpunkt der Tour: Das Benrather Schloss

Das malerische Barock-Herrschaftsgebäude verfügt über einen weitläufigen Park, der allerdings nur begrenzt mit dem Fahrrad befahren werden darf. Daher empfiehlt es sich, den Schlosspark zu umfahren und vorbei an den Altbauten der Pigageallee zu radeln. Von dort aus geht es erstmal geradeaus, vorbei an den herrschaftlichen Villen direkt am Rheinufer. Der Weg führt durch den ländlich geprägten Stadtteil Urdenbach und führt dann direkt in das Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe.

Diese urwüchsige Landschaft mit ihren Feuchtwiesen und alten Auwäldern kann man entweder auf einer gut ausgebauten Radstraße befahren – oder auf etwas holprigen Pfaden, die quer durch die Natur führen. Beide Stecken enden am Anleger der Fährschiffe, die Autos, Radfahrer und Fußgänger gegen eine kleine Gebühr auf die andere Rheinseite übersetzen.

Päuschen am Rhein

Am Rhein angekommen lohnt sich zunächst eine kurze Pause, auch wenn man nie lange auf das nächste Fährschiff warten muss. Manchmal grast eine Schafherde direkt neben dem Anlieger, manchmal ist es einfach schön, für ein paar Minuten den vorbeiziehenden Schiffen zuzuschauen, die übrigens Vorfahrt haben. Deshalb kann die Überfahrt auf der Fähre auch schon mal länger als die üblichen fünf Minuten dauern. Umso besser, denn an Bord weht ein angenehmer Wind, und schon beim Blick auf die Skyline des mittelalterlichen Städtchens Zons auf der anderen Rheinseite gibt es mit Mühle, Burg und Stadttoren viel zu entdecken.

Dort angekommen sollten sich Radler Zeit für eine kleine Tour durch die alten Gassen und ein Eis nehmen: Die Umgebung zwischen Rheintor, Krötschenturm, Juddeturm und der Zonser Mühle hat eine schöne, mittelalterliche Atmosphäre. An den Wochenenden ist in Zons zwar immer viel los, wer den Ort jedoch ein paar Schritte abseits der Hauptstraßen erkundet, kann sehr charmante Ecken entdecken.

Möglichkeiten für Familien mit Kindern

Familien mit kleinen Kindern, die vielleicht erst mit 12-Zoll-Rädchen unterwegs sind, können nach diesem Rundgang einfach zurück zum Fährhafen fahren und den selben Weg zurückradeln, den sie gekommen sind. Oder sie verbinden die Radtour mit einem besonderen Theaterbesuch: Ab Mitte Juni beginnen die traditionellen Märchenspiele auf der Freilichtbühne im Zwinger der mittelalterlichen Burg. Dieses Jahr steht „Der kleine Muck“ auf dem Programm.

Zwei Routen direkt am Rhein

Alle anderen haben jetzt die Wahl zwischen zwei Routen, die am Rhein entlang zurück zum Startpunkt in Benrath führen. Rheinaufwärts führen Radwege bis auf Höhe des Dormagener Stadtteils Rheinfeld. Dort verkehrt – allerdings nur am Wochenende – die Fähre „Piwipper Böötchen“. Sie setzt nach Monheim über, von dort geht es am Rhein entlang zurück nach Benrath. Insgesamt hat der Rundkurs rund 18 Kilometer. Ehrgeizigere Radler fahren von Zons aus in die andere Richtung, auch immer am Wasser entlang, durch den Zonser Grind, Stürzelberg und Uedesheim.

Der Rhein wird auf dieser Strecke zurück auf Düsseldorfer Stadtgebiet über die Fleher Brücke mit eigener Muskelkraft überquert, die Belohnung ist der schöne Ausblick von der Brücke. Zurück nach Benrath geht es erst entlang der Münchner Straße über den Himmelgeister Rheinbogen. Am Ziel angelangt stehen dann knapp 40 Kilometer auf dem Tachometer.

Wirklich anstrengend ist keine der getesteten Touren, denn alle Streckenverläufe sind eben. Nur der Wind am Rhein kann, wenn er etwas kräftiger weht und genau von vorn kommt, eine leichte Bremswirkung haben.

Informationen

  • Rheinfähre Zons-Urdenbach Die Fähre ist werktags von 6.15 bis 21, samstags, sonn- und feiertags von 9 bis 21 Uhr in Betrieb. Erwachsene zahlen zwei, Kinder 1,50 Euro. www.faehre-zons.de.
  • Piwipper Böötchen Die Fähre von Piwipp nach Monheim verkehrt samstags, sonn- und feiertags von 10.30 bis 18 Uhr. Erwachsene mit Rad zahlen zwei Euro, Kinder einen Euro.
  • Eisdielen In Zons sind das Eiscafé am Rheinturm, Rheinstraße 1, und das Eiscafé Sontina, Schloßstraße 36a, zu empfehlen.
  • Märchenspiele Zons Infos zur Spielzeit unter www.maerchenspiele-zons.de.

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Quelle: RP