Club-Chef Dani im Interview

Der Neusser Club 102 feiert 6. Geburtstag

Club-Chef Dani im Interview: Der Neusser Club 102 feiert 6. Geburtstag Club-Chef Dani im Interview: Der Neusser Club 102 feiert 6. Geburtstag Foto: 102

Eine Heimat für elektronische Musik: Das 102 in Neuss ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken – und ein Interview mit Club-Chef Dani zum Wiegenfest hat Tradition auf TONIGHT.de!

Das halbe Dutzend voll, zahlreiche coole Events mit hochkarätigen Bookings – auch auf Ibiza – liegen hinter euch. So kann es die nächsten sechs Jahre weitergehen, oder?

Da würde ich grundsätzlich nicht wiedersprechen wollen, allerdings mag ich die ständige Veränderung und neue Herausforderungen. Das 102 ist gut platziert und ich freu mich natürlich sehr über wunderbare Nächte mit tollen Gästen. Wir werden also weiter an unserer Vorstellung der perfekten Nacht arbeiten. Es gibt noch viele Dinge, die wir umsetzen wollen.

Noch ein Wort zu Ibiza: Welchen Stellenwert hat die Insel für euch beziehungsweise das 102?

Ach die liebe Insel (lacht). Ein paar Tage Ibiza haben für mich viel von einer Art Studienreise. Ich sauge einfach alles auf, was ich dort erlebe und möglicherweise fürs 102 nutzen kann. Ich kann dort unglaublich viel aus den Clubs rausziehen. Sei es Licht, Ton, Aufbau oder allgemeine Abläufe. Dort wird in der Champions League gespielt und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich beruflich so oft dort sein darf.

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Das Ausgehverhalten hat sich in den letzten Jahren stark verändert, der Partynachwuchs scheint manchmal einfach satt zu sein. Wie kann man hier von Clubseite gegensteuern?

Mit der ständigen Entwicklung des Clubs und spannenden Bookings! Gerade in Düsseldorf ist die Szene mittlerweile recht überschaubar und ich bin echt dankbar, dass wir so viele Gäste aus unterschiedlichen Städten und Ländern haben.

In Belgien und Holland ist nichts von dieser „Sattheit“ zu spüren

Diesen Sommer haben wir wieder gesehen, dass in Belgien und Holland beispielsweise nichts von dieser „Sattheit“ zu spüren ist. Ein wahrlich feierfreudiges Volk, welches sowohl vom Style als auch der Feierattitüde genau meinen Geschmack trifft. Die sonntäglichen Sunday Sessions waren dieses Jahr wirklich fett und ich bin sehr dankbar dafür, dass wir so viele internationale Gäste bei uns hatten.

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Hinter einem erfolgreichen Club steckt immer auch ein gut funktionierendes Team. Wer gehört alles zur 102-Family?

Das ist richtig. Ohne mein Team könnte ich das 102 nicht führen. Angefangen bei unseren Thekenkräften, den Sammlern, Lightjockeys, dem Toilettenteam, der Garderobecrew bis zu meinen Sicherheitsleuten. Ein großer Teil unserer Mitarbeiter ist seit vielen Jahren bei uns und wir haben schon so manchen Sturm im Club gemeistert.

In der Woche haben wir dann unseren Vorarbeiter Sigmund, der nun seit fast 20 Jahren (vorher im Tribehouse) im Club arbeitet und das totale Chaos nach wilden Nächten stoisch abarbeitet. Des Weiteren haben wir noch unseren Techniker Mika, der meine - manchmal etwas speziellen – Ideen im Club umsetzen muss (lacht). Im Office begleitet mich jetzt seit gut einem Jahr Sandy. Er greift mir im Büro unter die Arme und kümmert sich in der Nacht um alles, was ein Betriebsleiter halt so machen muss.

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Im 102 haben schon viele coole Acts aufgelegt, aber hast du vielleicht noch einen ganz persönlichen Wunsch?

Ach da hätte ich noch sein einige. Leider ist das nicht immer so leicht. Viele glauben, man müsste nur anfragen und schon klappt das Date. Bei diversen Künstlern arbeite ich bereits seit vielen Jahren an einem Termin. Wenn es dann klappt, liegen meist hundert E-Mails zwischen der ersten Anfrage und dem finalen „Go“. Oft ist ohne einen persönlichen Kontakt zum Künstler ein Booking gar nicht mehr möglich. Auf meiner Liste ganz oben steht zurzeit Solomun!

Am 2. Oktober feiert das 102 Geburtstag, an den Decks heizen Paco Osuna, Davide Squillace, Arado, Oliver Klein, Wollion und Alvin Kyer ein. Wir gratulieren mit einem fetten HAPPY BIRTHDAY und sagen: Weiter so!