14.07.2021, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Feuerwehrleute arbeiten in der Ostparksiedlung. Die Feuerwehr versucht, die Wassermassen mit Sandsäcke zu stoppen. Foto: David Young/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das Düssel-Hochwasser hat in der Nacht zum Donnerstag, 15. Juli, einen Sandsackwall an der Zweibrückenstraße überspült und die Ostpark-Siedlung, die sich in den Stadtteilen Grafenberg und Gerresheim befindet, geflutet. Das teilte die Stadt Düsseldorf am Mittwochvormittag mit.

Das historische Hochwasser sei auf über 3 Meter angestiegen. Einsatzkräfte hatten zuvor noch versucht, mit 25.000 zusätzlichen Sandsäcken die kritischen Stellen des Deichs zu stabilisieren. Betroffen vom Hochwasser sind rund 350 Gebäude. Die dort lebenden Menschen sind am Mittwoch, 14. Juli, vom Krisenstab aufgefordert worden, ihre Wohnungen freiwillig zu verlassen. Der Krisenstab der Landeshauptstadt Düsseldorf tagt derzeit zur aktuellen Lage.

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Dort, wo möglich, wird die Deichsicherung im Stadtgebiet fortgesetzt. Das gilt auch für die Ostpark-Siedlung. Dort ist die Feuerwehr mit Einsatzkräften vor Ort und steht den Anwohnerinnen und Anwohnern auch als Ansprechpartner, gerade bei Notfällen, zur Verfügung. In räumlicher Nähe ist zudem eine mobile Feuerwache errichtet worden, in der auch wattfähige Fahrzeuge und Boote zur Verfügung stehen.

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Wegen des Starkregenereignises ist die Düsseldorfer Feuerwehr seit den frühen Morgenstunden des 14. Juli im Großeinsatz. Aktuell sind mehr als 1030 Einsätze stadtweit abgearbeitet worden, rund 470 Einsätze werden aktuell bearbeitet.

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Das Gebiet zwischen dem Straßen-Dreieck Zweibrückenstraße, Rapunzelweg und Dreherstraße mit insgesamt rund 350 Gebäuden ist stark vom Hochwasser betroffen. Grafik: Stadt Düsseldorf

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Der Krisenstab der Landeshauptstadt Düsseldorf hat ein Bündel an Sofortmaßnahmen zur Hilfe der Menschen in den Hochwasser-Gebieten umgehend auf den Weg gebracht. Wir werden alles daran setzen, dass die Anwohnerinnen und Anwohnern, die von Hochwasserschäden betroffen sind wie beispielsweise in der Ostpark-Siedlung, die nötige Unterstützung zur Rückkehr ins normale Alltagsleben erhalten.“

Ostpark-Siedlung: Stadt richtet Info-Point ein

Die Stadt richtet in der Ostpark-Siedlung einen Info-Point speziell für die von Hochwasserschäden betroffenen Menschen ein. Die Mitarbeitenden des Info-Points werden unter anderem Kontakte herstellen, bei den Fragen zur Rückkehr in die eigene Wohnung geklärt werden können.

Versorgungs-Hotline Amt für Soziales geschaltet

Die Versorgungs-Hotline 0211-8998999 des Amtes für Soziales unterstützt Bürgerinnen und Bürger in der Hochwasser-Situation. Das Versorgungstelefon ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt und koordiniert Hilfsangebote und -gesuche. Hilfen können die direkte Versorgung betreffen, aber auch Schlafgelegenheiten und Unterkünfte sein, etwa für Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, deren Häuser evakuiert werden mussten.

Strom wird auch in Vennhausen abgeschaltet

Aufgrund des Starkregens hat die Netzgesellschaft in enger Abstimmung mit der Stadt seit Mittwoch, 14. Juli, nach und nach einige Straßenzüge vom Stromnetz genommen. Der größte Bereich ist rund um die Ostpark-Siedlung in Gerresheim. Dieser Bereich wurde gestern um 15.30 Uhr stromlos gelegt. Heute folgten weitere Abschaltungen in Vennhausen.

Feurwehr arbeitet am Limit

Neben Kräften der Berufsfeuerwehr sind alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt. Zusätzlich wurden dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert. Helferinnen und Helfer des THW sowie der Düsseldorfer Hilfsorganisationen unterstützen den ganzen Tag und die laufende Nacht bei der Einsatzbewältigung. Es wird davon ausgegangen, dass die Bewältigung dieser Extremwettereinsätze auch den kommenden Tag fest die Einsatzkräfte fordert.

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Die Feuerwehr bittet alle Bürgerinnen Bürger im Verständnis, dass die extrem vielen und langanhaltenden Einsätze nur nach und nach und nach entsprechender Priorität abgearbeitet werden können. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute sind teils seit über 18 Stunden im Einsatz. Sie wurden in Teilen mehrfach ausgetauscht und entsprechend versorgt. Die Feuerwehren in ganz NRW sind großflächig ebenfalls im Unwettereinsatz, sodass eine nachbarschaftliche Unterstützung derzeit nicht möglich ist.