Marietheres Wübken
Foto: Jonas Güttler/dpa

Mit täglichen Rollator-Runden durch das münsterländische Nottuln sammelt eine 97-Jährige Spenden für Schulkinder aus armen Ländern. Und schon jetzt hat Marietheres Wübken mit ihrem Ehrgeiz und ihrem Engagement das Vierfache der ursprünglich vorgesehen Summe eingesammelt.

„Ich freue mich sehr darüber, dass soviel für einen guten Zweck zusammenkommt“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am neunten Tag ihres Spendenlaufs. Seit dem Start hat sie täglich 3,7 Kilometer zurückgelegt. Vormittags und nachmittags dreht sie jeweils eine genau abgemessene Runde durch den Ort. „Das ist jetzt ein Pflichtpensum für mich“, sagte die Seniorin, deren Aktion an die des inzwischen verstorbenen Rekordspendensammlers Tom Moore aus Großbritannien erinnert.

100 Kilometer will sie schaffen – mindestens. „Ich bin ja im Training“, so Wübken. Schon früher sei sie regelmäßig viel gelaufen, seit einigen Jahren eben mit dem Rollator. Die „Westfälischen Nachrichten“ und der WDR hatten zuvor berichtet.

Marietheres Wübken läuft für „Mary’s Meals“

Mit ihrem Rollator-Lauf beteiligt sich Wübken an einer Spenden-Challenge der Hilfsorganisation „Mary’s Meals“, deren Ziel es ist, Schulkindern in armen Ländern eine Mahlzeit und so die Möglichkeit auf Bildung zu finanzieren. Zur Zeit läuft die Aktion „Move for Meals“, bei der Jeder mit Läufen und Touren aller Art um Spenden pro Kilometer werben kann. Marietheres Wübken erfuhr von ihrer Nachbarin Ingrid Schürmann, stellvertretende Vorsitzende von „Mary’s Meals Deutschland“, von der Aktion und war sofort überzeugt.

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Seit ihrem Start führt Wübken akribisch Buch über die abgerissenen Kilometer und lässt sich über den Spendenstand auf den Laufenden halten. Der liegt bei mehr als 7500 Euro – und sichert nach den Berechnungen von „Mary’s Meals“ mehr als 400 Kindern ein Jahr lang ein nahrhaftes Mittagessen in der Schule. Ursprünglich hatte Wübken das bescheidenere Spendenziel von 1830 Euro für 100 Kinder anvisiert. „Ich mache einfach weiter. Ich muss ja am Ball bleiben“, sagte sie. Da kann selbst schlechtes Wetter nicht dazwischenkommen: „Wir sind ja nicht aus Zucker.“

Quelle: dpa