Querdenker-Demo
Foto: Georg Wendt/dpa

Ein Beamter der Kölner Bundespolizei soll Corona-Skeptikern Tipps gegeben haben, wie sie sich bei Demonstrationen gegen den Zugriff durch Polizisten wehren können.

Die Bundespolizei prüfe mehrere Sprachnachrichten, die der Beamte in einer Chatgruppe des Messengerdienstes Telegram gepostet habe, sagte Behördensprecherin Martina Dressler am Freitag.

Nach einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger“ bot der Mann, der sich „Peter aus Köln“ nennt, den Gruppenmitgliedern seine Unterstützung an. Wenn die Polizei zum Beispiel bei einer Demo einen bestimmten Teilnehmer ins Visier nehme, sollten andere Demonstranten die Polizisten durch „ganz einfaches Blocken“ oder „einfaches Einhaken“ von ihm fernhalten, riet er laut Zeitung in einer Sprachnachricht.

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Nach Angaben von Dressler war der Beamte außerdem an einem Tag ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz zum Dienst erschienen. Da er kein medizinisches Attest vorweisen konnte, das ihn vom Tragen der Maske befreien würde, habe der Vorgesetzte ihn von der Dienststelle verwiesen.

Zudem hat die Bundespolizei nach Angaben von Dressler bereits vor einiger Zeit einen anderen Beamten vom Dienst suspendiert, der bei „Querdenken“-Demos gegen die Corona-Maßnahmen als Redner aufgetreten war. Gegen ihn laufe „ein umfängliches Disziplinarverfahren“, sagte Dressler.

Quelle: dpa