Fast eine Million Menschen pilgerten 2005 für den Weltjugendtag nach Köln – für das Großevent wurde die Domtreppe zwischen Dom und Hauptbahnhof fertiggestellt. Nur 16 Jahre später müssen an der Treppe weitreichende Bauarbeiten vorgenommen werden. Sogar von „Pfusch am Bau“ ist die Rede.

Dass am Dom selbst oder im direkten Umfeld des Wahrzeichens ein Gerüst zu sehen ist, an diesen Anblick haben sich nicht nur Ur-Kölner längst gewöhnt. Nun wird der Bereich aber zu einer Großbaustelle. Umfangreiche Arbeiten an der Domtreppe laufen.

Nur wenige Meter liegen in Köln zwischen dem größten Wahrzeichen aus NRW und dem Hauptbahnhof. Entsprechend groß ist das Menschenaufkommen in diesem Bereich. Da kommen Bauarbeiten natürlich besonders ungelegen.

So sieht die Kölner Domtreppe aktuell aus

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Nur 16 Jahre, nachdem die Baustelle Domtreppe abgeschlossen wurde, muss sie nun wieder aufgemacht werden – im wahrsten Sinne. Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Baubeschluss der Stadt auf 2,6 Millionen Euro.

Dass die Treppe jetzt schon wieder in Angriff genommen werden muss, liegt offenbar im direkten Zusammenhang mit den Arten vor 16 Jahren. „Letztendlich hat der enorme Zeitdruck einer Fertigstellung zum Weltjugendtag 2005 sicherlich dazu geführt, dass für die Stufen schnellere Verlegemethoden bevorzugt wurden, die sich im Nachgang als weniger dauerhaft herausgestellt haben“, sagt eine Sprecherin der Stadt dem „Express“.

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Kölner Domtreppe: Bezirksbürgermeister Hupke spricht von „Pfusch am Bau“

Sie ergänzte, dass man sogar Regressansprüche aufgrund der Arbeit damals geprüft habe: „Es werden allerdings zu geringe Erfolgsaussichten gesehen.“ Der Bezirksbürgermeister der Innenstadt wählte bereits im vergangenen Sommer noch deutlichere Worte. Andreas Hupke von den Grünen sprach von „Pfusch am Bau“.

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Aktuell ist nur die Hälfte der Treppe für die Passanten zugänglich, an der anderen Hälfte laufen die Arbeiten. Geplant ist, dass die Sanierungsarbeiten im November 2022 fertiggestellt werden. Womöglich gibt es dann ja eine Eröffnung parallel zum Karnevalsbeginn am 11.11. in der Domstadt.

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