Josef Laumann 7. Juli
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Rund 80 Prozent der über 16-Jährigen sind in Nordrhein-Westfalen geimpft. Diese Quote hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf genannt.

Damit seien rund drei Millionen Menschen in NRW im Alter über 16 noch nicht geimpft. Davon gelte es noch etwa die Hälfte zu überzeugen, um eine Quote von 90 Prozent zu erreichen.

Die Struktur für Corona-Impfungen in NRW wird neu aufgestellt. Die Impfzentren in den Kreisen und kreisfreien Städten werden wie geplant Ende September aufgelöst. An ihre Stelle treten in jeder Kommune sogenannte „koordinierende Covid-Impfeinheiten“, wie der NRW-Gesundheitsminister mitteilte.

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Die vom Land finanzierten Koordinationsstellen sollen vor Ort Partner für Ärzte und Pflegeeinrichtungen sein und dezentrale Impfaktionen etwa in Vereinsheimen oder Turnhallen organisieren. Die Koordinierungsstellen sollen auch Auffrischungsimpfungen in Altenheimen organisieren. Die Impfzentren kosteten jeden Monat rund 91 Millionen Euro, sagte Laumann.

Auffrischungsimpfungen in NRW sollen beginnen

Die Corona-Auffrischungsimpfungen in Nordrhein-Westfalen sollen derweil rasch beginnen. Noch im September sollen die Impfzentren Auffrischungsimpfungen den Menschen verabreichen, die mit Vektor-Impfstoffen wie Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden.

Es gehe dabei vor allem um die rund 460.000 Menschen, die Ostern mit Astrazeneca geimpft worden seien. Sie könnten sich aber auch an die niedergelassenen Ärzte wenden und sollten mit Moderna oder Biontech geimpft werden. Ende September werden die Impfzentren in NRW geschlossen.

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In den Pflegeeinrichtungen und bei den Menschen über 80 Jahren sollen die Auffrischungsimpfungen praktisch ab sofort über Hausärzte erfolgen, wenn die Zweitimpfung sechs Monate zurückliegt. Auch die Menschen, die zuhause gepflegt werden, sollen von den Hausärzten die Auffrischungsimpfungen bekommen.

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Auch bei den Menschen, die jünger als 80 Jahre sind, seien Auffrischungsimpfungen zu erwarten, ähnlich wie bei der Grippe-Impfung, sagte der Aachener Intensivmediziner Gernot Marx, der auch Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin ist. Es gebe aber derzeit noch keine medizinischen Aussagen zu der Frage des Zeitpunkts.

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Quelle: dpa