Blaulicht Polizei
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Ein Mann aus Duisburg soll einen Handwerker und dessen Ehefrau mit Brennspiritus übergossen haben. Dann wollte er sie mutmaßlich anzünden. Jetzt steht der 63-Jährige vor Gericht.

Im Streit um eine Räumungsklage soll ein Mann aus Duisburg versucht haben, den Inhaber eines Sanitärbetriebes und dessen Ehefrau in Brand zu setzen. Seit Dienstag muss sich der 63-Jährige vor dem Duisburger Schwurgericht verantworten. Zum Prozessauftakt hat er zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Anklage lautet auf Mordversuch.

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Der Deutsche soll am 12. Mai 2020 im Duisburger Ladenlokal der späteren Opfer aufgetaucht sein. Wegen der Corona-Auflagen war die Tür zunächst verschlossen. Dann soll ihm jedoch geöffnet worden sein. Kaum war der 63-Jährige im Innenraum, soll er den 52-jährigen Mann und dessen zwei Jahre jüngere Ehefrau mit Brennspiritus übergossen haben.

Anschließend hat er laut Anklage versucht, beide Personen mit einem Gasfeuerzeug in Brand zu setzen. Weil das Feuerzeug jedoch nicht funktioniert hat, ist der Versuch fehlgeschlagen.

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Laut Anklage war es dem Chef des Sanitärunternehmens schließlich gelungen, den 63-Jährigen mit Schlägen und Tritten aus den Räumen seiner Duisburger Firma zu drängen. Der Angeklagte, der insgesamt zwei Liter Brennspiritus dabei gehabt haben soll, war noch in Tatortnähe festgenommen worden.

Hintergrund der Tat soll ein Streit um eine Renovierung gewesen sein. Der Angeklagte soll nach einem Wasserschaden die Miete gekürzt haben – auch noch, nachdem der Schaden angeblich längst repariert worden war.

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Als er daraufhin mit einer Räumungsklage überzogen wurde, soll die Situation eskaliert sein. Der 63-Jährige wirft dem Sanitärunternehmer vor, über den genauen Zeitpunkt der Schadensbehebung gelogen zu haben. Das Duisburger Schwurgericht hat für den Prozess zunächst noch drei Verhandlungstage bis zum 25. November vorgesehen.

Quelle: dpa