Unwetter in Nordrhein-Westfalen Düsseldorf
Foto: David Young/dpa

Die kontinuierlichen Regenfälle haben auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf am Mittwoch, 14. Juli, für Überschwemmungen gesorgt.

Das nach Dauerregen steigende Hochwasser der Nördlichen Düssel bedroht vor allem die Gebäude der Ostpark-Siedlung in Düsseldorf-Grafenberg. Der Krisenstab der Landeshauptstadt Düsseldorf hat die Bürgerinnen und Bürger nun aufgefordert, das Gebiet der Ostpark-Siedlung jetzt freiwillig zu verlassen.

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Betroffen ist schwerpunktmäßig das Gebiet zwischen dem Straßen-Dreieck Zweibrückenstraße, Rapunzelweg und Dreherstraße mit insgesamt rund 350 Gebäuden. Fahrzeuge des OSD und der Feuerwehr fahren mit entsprechenden Durchsagen durch die Siedlung. Als Betreuungsstelle für Bürger, die nicht bei Familien oder Bekannten unterkommen, steht die Gesamtschule Graf-Recke-Straße 170 (geöffnet ab 14 Uhr) zur Verfügung.

Um 15.30 Uhr haben die Stadtwerke aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der dortigen Trafo-Stationen im betroffenen Bereich den Strom abgeschaltet.

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Das Gebiet zwischen dem Straßen-Dreieck Zweibrückenstraße, Rapunzelweg und Dreherstraße mit insgesamt rund 350 Gebäuden ist am stärksten betroffen. Grafik: Stadt Düsseldorf

Fahrzeuge sollen entfernt werden

Die Stadt fordert zudem auf, abgestellte Fahrzeuge aus dem Überflutungs-Bereich zu entfernen. Bürger, die ihre Fahrzeuge nicht entfernen können, können sich telefonisch melden bei der Leitstelle des OSD: 8994000.

Aktuell gibt es keine größeren Störungen des Straßenverkehrs. Allerdings sind die Fahneburgstraße und der Dernbuschweg gesperrt worden. Nach aktuellem Stand (13 Uhr) wird damit gerechnet, dass die Keller der Häuser mit Wasserständen von 1,5 bis 2 Metern Höhe überflutet werden. Die Wassermassen können erst in den kommenden Tagen kontrolliert abgepumpt werden. Aktuell liegt der Pegel bei 2,65 Metern.

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Düsseldorf: Nina ausgelöst, Gefahrentelefon geschaltet

Die Warn-App Nina wurde ausgelöst. Dort heißt es: „Wenn Sie sich in dem betroffenen Bereich aufhalten, schalten Sie Heiz- und Kochgeräte ab.“

Das Gefahrentelefon ist geschaltet unter 0211-3889889. Immobile Menschen, die die Häuser nicht selbstständig verlassen können, können sich an die Leistelle der Feuerwehr melden unter 19222. Menschen, die die Sammelstelle nicht mit dem eigenen Auto anfahren können, können sich an der Haltestelle Poststadion zur Graf-Recke-Straße durch einen Rheinbahn-Pendelverkehr bringen lassen.

Auch die Anger im Norden Düsseldorfs ist im Fokus des Krisenstabs, der nach der Ämterrunde am Vormittag zusammengetreten ist. Unterstützung von THW und Bundeswehr wurde bereits angefordert.

Neben Düsseldorf sind auch andere Teile Nordrhein-Westfalens stark von den Unwettern betroffen. In Hagen wurden die Bürger aufgefordert, die Häuser nicht zu verlassen. Die Stadt Erkrath forderte die Menschen auf, nach Möglichkeit nicht zu duschen und waschen.