Unwetter in Nordrhein-Westfalen Düsseldorf
Foto: Henning Schoon/dpa

Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird eine Million Euro Soforthilfe für die von den Hochwasserfolgen besonders betroffenen Stadtbezirke bereit stellen. Das teilte die Stadt in einer Pressemitteilung am Dienstag mit.

Ein entsprechender Dringlichkeitsbeschluss sei jetzt unterzeichnet. Indes entspannt sich die Lage nach Starkregen und Hochwasser am 14. bzw. 15. Juli in Düsseldorf weiter. Die Netzgesellschaft hat rund 820 Hausanschlüsse mittlerweile wieder ans Stromnetz genommen.

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Am Dienstag (20. Juli) wird die öffentliche Beleuchtung in den betroffenen Gebieten wieder ertüchtigt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller hat zudem ein weitergehendes Konzept zum Schutz vor Starkregenereignissen initiiert und in Auftrag gegeben.

„Auch sechs Tage nach dem Jahrtausendhochwasser der Düssel sind die Aufräumarbeiten noch längst nicht abgeschlossen. Ich möchte trotzdem bereits an dieser Stelle allen Einsatzkräften der Feuerwehr, des THW, der Rettungsorganisationen und der Polizei und des OSD danken“, erklärt Keller: „Aber auch allen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern, die soviel Hilfsbereitschaft gezeigt – mitangepackt und zahlreich gespendet haben.“ Sachspenden würden zur Zeit nicht mehr benötigt. Die Stadt unterstützt jedoch den Spendenaufruf der Bürgerstiftung.

Keller weiter: „Zusätzlich zu den von Bund und Land angekündigten Hilfen werden wir in Düsseldorf eine Million Euro Soforthilfe für die betroffenen Bezirke bereitstellen.“

Große Hilfsbereitschaft in Düsseldorf

Unterdessen ist die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung groß: Mehr als 350 E-Mails sind seit dem vergangenen Wochenende bei der Stadtverwaltung eingegangen. Darunter waren zahlreiche Sachspendenangebote. Der Bedarf an Sachspenden ist infolge der großen Hilfsbereitschaft inzwischen gedeckt.

Es werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz zwei Ausgabestellen an den Schulstandorten Grundschule Aloys-Odenthal-Schule, Diepenstraße 24, im Stadtbezirk 7 und Volker Rosin Schule, Arnstadter Weg 6-16, im Stadtbezirk 8 eingerichtet, in denen sich Bedürftige gespendete Güter aussuchen können.

Beide Standorte befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den überschwemmten Stadtgebieten. Sachspenden, die dort nicht einen neuen Besitzer finden, werden später zur überörtlichen Hilfe an das Land Nordrhein-Westfalen weiter gegeben. Parallel dazu ist bereits ein Sachspendenlager der Kath. Kirchengemeinde St. Margareta Quadenhofstraße 100 /Ecke Friedrich-Wilhelm-Straße eingerichtet worden, in dem schon Spenden abgeholt werden können. Auch ehrenamtliche Helfer, die ihre Bereitschaft zu helfen signalisiert haben, werden von seiten der Landeshauptstadt koordiniert und bei Bedarf angerufen.

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