Rund 40.000 Klicks hat zuletzt ein 15 Sekunden langes Video eines Rettungswagens in Düsseldorf gesammelt. Was steckt dahinter? Der Wagen fährt mit Blaulicht und Martinshorn an selbsternannten „Corona-Rebellen“ vorbei und durch die Lautsprecher kommt die Aussage „Ihr seid doch Spinner“.

Die Düsseldorfer Feuerwehr bestätigte den Vorfall, das Video sei am vergangenen Sonntag entstanden. Der betreffende Rettungswagen habe sich auf dem Weg zu einer Intensivverlegung befunden.

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Die Aktion hat für den betroffenen Mitarbeiter Konsequenzen: Er erhalte ein Disziplinargespräch mit derzeitig offenem Ergebnis, sagte eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Er sei bereits darüber belehrt worden, dass das Handeln des DRK von Neutralität geprägt sei. Im Internet hatte sich gleichzeitig eine Welle der Solidarität für den Mann gebildet.

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Die Feuerwehr hatte die Durchsage kritisiert, den Urheber aber auch in Schutz genommen: „Es kann sich hierbei um eine Reaktion aus einer sehr belastenden Situation heraus gehandelt haben: Die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes erleben die Pandemie nun seit mehr als 12 Monaten hautnah mit“, hieß es in einer Mitteilung. Weitere Maßnahmen habe man der Partnerorganisation überlassen, zu der das Team im Rettungswagen gehörte.

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Diese Organisation ist das Deutsche Rote Kreuz. Mit anderen Hilfsdiensten und der Düsseldorfer Feuerwehr betreibt das DRK den Rettungsdienst in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Mit Bezug auf den Mitarbeiter sagte die Sprecherin am Freitag: „Wir haben ihm zudem deutlich gemacht, dass es nicht mit unseren professionellen Ansprüchen vereinbar ist, wenn über die Sprechanlage eines Einsatzfahrzeuges nicht einsatznotwendige Kommentare oder Aussagen, welchen Inhalts auch immer, abgegeben werden.“

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Quelle: dpa