Großbrand zerstört 40 Linienbusse Düsseldorf
Foto: Gerhard Berger/TheNewshunter.com/dpa

Nachdem bei einem Großbrand in einer Abstellhalle der Rheinbahn in Düsseldorf-Heerdt in der Nacht zum Gründonnerstag 38 Linienbusse zerstört wurden, haben Experten einen technischen Defekt als Brandursache ermittelt.

Gegen 1.00 Uhr waren nach Angaben der Feuerwehr bei der Leitstelle mehrere Notrufe eingegangen. Zeugen meldeten einen großen Flammenschein und starke Rauchentwicklung in dem Depot in Düsseldorf-Heerdt.

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„Einige Anwohner haben von Explosionen berichtet“, sagte Feuerwehr-Sprecher Tobias Schülpen „RP Online“. „Das muss aber nichts mit der Brandursache zu tun haben, sondern können auch die zerplatzenden Reifen der Busse gewesen sein.“ Laut „Bild“-Angaben könnte es sich um die Explosion der vollgetankten Linienbusse gehandelt haben.

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Als die Feuerwehr eintraf, stand der Hallenkomplex bereits komplett in Flammen. Durch einen schnellen und massiven Löscheinsatz konnte das Feuer zurückgehalten und so ein Übergreifen der Flammen auf das Depot der Straßenbahnen verhindert werden.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Die Feuerwehr war mit 125 Einsatzkräften im Einsatz. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

Großbrand zerstört 40 Linienbusse Düsseldorf
Ein Feuerwehrmann löscht von einer Drehleiter aus Glutnester in der Abstellhalle der Rheinbahn in Düsseldorf-Heerdt. Foto: David Young/dpa

Zunächst hatte es keine Angaben zur Brandursache gegeben. Am Dienstag bestätigte eine Polizeisprecherin auf dpa-Anfrage aber einen technischen Defekt. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Konkrete Angaben zum technischen Versagen nannten die Behörden nicht.

Rheinbahn-Brand: Schaden in Höhe von 50 Millionen Euro

Insgesamt wurden bei dem Brand acht Elektrobusse, acht Gelenkbusse und 22 weitere Busse in der 2500 Quadratmeter großen Halle zerstört – darunter zehn neue Fahrzeuge, die erst kürzlich in Betrieb gegangen waren, wie die Rheinbahn als betroffenes Nahverkehrsunternehmen mitgeteilt hatte.

Das 125 Jahre alte Verkehrsunternehmen verfügte über 490 Busse. Der Schaden wurde auf fast 50 Millionen Euro beziffert.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)