Sperrung Hauptbahnhof Düsseldorf
Foto: Marcel Kusch/dpa

Aufregung am Düsseldorfer Hauptbahnhof: Ein Mann will am Freitagmorgen offenbar Feuer in dem Gebäude legen, ein Zeuge schreitet ein. Zahlreiche Reisende müssen den Bahnhof verlassen, er wird zeitweise gesperrt.

Nach einer versuchten Brandstiftung im Düsseldorfer Hauptbahnhof ist das Gebäude am Freitag komplett geräumt worden. Zeugen hatten nach Polizeiangaben beobachtet, wie ein Mann am Morgen eine Scheibe einschlug und eine Flüssigkeit in einem Modegeschäft verteilte. Dann habe der Unbekannte ein brennendes Papierstück hineinwerfen wollen und sich entfernt. Ein Zeuge habe die Flammen löschen können. Die Flüssigkeit im Laden sei zudem ungefährlich gewesen, hätten Experten später herausgefunden. Der Täter floh, von ihm fehlte zunächst jede Spur.

Twitter

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Inhalt laden

Der Hauptbahnhof der Landeshauptstadt war am Freitagvormittag fast zwei Stunden lang gesperrt. Reisende mussten das weitläufige Gebäude verlassen, etwa 30 Züge konnten in der Zeit nicht halten. Vor dem Bahnhofsgebäude warteten Hunderte Menschen auf das Ende der Sperrung.

Der Polizei zufolge ereignete sich der Vorfall bereits um kurz vor 7.00 Uhr. Nach ersten Ermittlungen hätten sich die Einsatzkräfte entschieden, das Bahnhofsgebäude vorsichtshalber zu evakuieren, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Es sei unklar gewesen, „ob noch mehr dahintersteckt“. Die Bundespolizei hatte zunächst davon gesprochen, dass ein Brandsatz in Flammen aufgegangen sei. Die Ermittler wollen nun die Videoaufzeichnungen aus dem Bahnhof auswerten.

>> Hauseinsturz in Düsseldorf: Zweiter Arbeiter tot gefunden <<

Die Bahn erklärte die Sperrung mit einer behördlichen Anweisung. Etwa 20 Minuten lang wurden keine Züge in den Bahnhof hineingelassen, dann konnten Züge zunächst ohne Halt passieren. Die Sperrung des Bahnhofs dauerte nach Polizeiangaben von 8.45 Uhr bis gegen 10.30 Uhr.

Quelle: dpa