Nach dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen Erftstadt-Blessem
Foto: Rhein-Erft-Kreis/dpa

Knapp eine Woche nach dem Hochwasser im Rhein-Erft-Kreis (NRW) werden dort noch fünf Menschen vermisst.

Bei ihnen sei der Aufenthaltsort derzeit noch ungewiss, sagte Landrat Frank Rock auf einer Pressekonferenz des Kreises am Dienstag.

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Demnach habe die örtliche Personenauskunftsstelle schon viele Vermisstenfälle klären können. „Viele, viele Leute haben sich bei ihren Verwandten gemeldet und sind wohlauf“, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Unwetter: 47 Tote in NRW

Die Zahl der Todesfälle nach der Unwetterkatastrophe liegt in Nordrhein-Westfalen (NRW) derweil bei 47. Die Kölner Polizei korrigierte am Mittwoch ihre Angaben vom Vortag, wonach eine weitere Leiche in Bad Münstereifel gefunden und die Zahl der Toten im Kreis Euskirchen damit auf 27 gestiegen sei. Dies habe sich zwischenzeitlich nicht bestätigt, es gebe 26 Todesopfer im Kreis Euskirchen, teilte die Polizei am Mittwoch mit und entschuldigte sich für ihren Fehler.

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Mehr als 850 als vermisst gemeldete Menschen hätten die Ermittler mittlerweile telefonisch erreicht. Aktuell suche die Polizei noch nach 14 Menschen aus dem Raum Bonn/Rhein-Sieg-Kreis und zwei aus dem Kreis Euskirchen, der in NRW die meisten Todesopfer nach dem Starkregen zu beklagen hat.

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500 Polizisten seien im Einsatz, um neben der Vermisstensuche auch das Hab und Gut der von der Naturkatastrophe getroffenen Menschen in den Kreisen Rhein-Sieg und Euskirchen zu schützen. In den Katastrophengebieten stellten die Einsatzkräfte vermehrt sogenannte Schrotthändler fest, die häufig glaubten, dass am Straßenrand trocknende Möbel Müll sein könnten und mitgenommen werden dürften. Dies werde jedoch in jedem Fall strafrechtlich verfolgt, warnte die Polizei.

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Quelle: dpa