Cold Brew Coffee ist mehr als nur kalter Kaffee

Das Trendgetränk im TONIGHT-Selbstversuch

Cold Brew Coffee ist mehr als nur kalter Kaffee: Das Trendgetränk im TONIGHT-Selbstversuch Cold Brew Coffee ist mehr als nur kalter Kaffee: Das Trendgetränk im TONIGHT-Selbstversuch Foto: Marlena Schönfeld

Kalter Kaffee ist wie kalte Füße: eklig, unnötig und meistens ungewollt. Doch nun erobert ein neues Getränk unseren Frühstückstisch, das uns diese Haltung noch mal überdenken lässt: Der Cold Brew Coffee. Unsere Kollegin und passionierte Trendforscherin Marlena hat sich die Sache mal genauer angeschaut.

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Das Kaffee-Erlebnis für Faule

„Der perfekte Morgen beginnt mit dem perfekten Kaffee“ sagen fröhliche Morgenmenschen gerne und denken dabei wahrscheinlich an diese gutaussehenden Frauen aus der Werbung, die im Seiden-Morgenmantel am Fenstersims sitzen und mit geschlossenen Augen glücklich lächelnd an ihrem dampfenden Kaffee riechen, den sie grundsätzlich mit beiden Händen festhalten müssen. Wahrscheinlich, weil sie so zart und grazil sind und die Tasse wirklich echt ganz schön voll.

Persönlich bin ich an dieses Bild der glücklich Kaffee schnüffelnden Morgen-Grazie leider noch nie herangekommen. Das liegt wohl daran, dass ich am Morgen weder glücklich noch grazil bin und man an dem Kaffee, den meine verkalkte Maschine aus den Aldi-Pads für 1,59 EUR herauspresst, auch eigentlich gar nicht riechen möchte.

Weil ich mir die Zeit des Brühvorgangs aus Effektivitätsgründen gerne mit anderen Dingen vertreibe (Duschen, Pickel übermalen, verzweifelt schluchzend zurück ins Bett springen – das übliche halt), gerät mein Kaffee leider öfter mal in Vergessenheit und verwandelt sich unbemerkt in eine Pfütze kalter Ekel-Plörre, die ich mir nur aus Zeitnot und ökologischem Pflichtbewusstsein in den Schlund würge. Wäre ja sonst Verschwendung. Kurzum: Kalter Kaffee machte mich bisher so gar nicht an.

Cold Brew selber machen – So geht’s!

Cold Brew - image/jpeg Marlena ist nicht nur Trendforscherin, sondern auch begnadete Food-Fotografin

Das änderte sich jedoch, als ich das Wunder des Cold Brew Coffees für mich entdeckte (Das ist Englisch. Kann also nur ein Bringer sein). Cold Brew Coffee ist Kaffeepulver, das mit kaltem Wasser aufgegossen und dann einige Stunden vergessen wird (ein Aspekt, der mir sogleich sehr zusagte). Gießt man das Wasser nach ca. 12 bis 24 Stunden ab, erhält man einen Kaffee, der so mild und lecker ist, dass man sich am liebsten darin herumwälzen würde. Und festhalten kann man ihn sogar mit einer Hand!

Wichtig ist bei der Zubereitung natürlich vor allem der Kaffee. Das Pulver sollte wenn möglich sehr grob gemahlen sein – das erleichtert das Abgießen und macht das Ergebnis außerdem weniger sauer. Gemischt wird die Brühe im Verhältnis 1 zu 8 – auf eine Tasse Kaffeepulver kommen also acht Tassen kaltes Wasser (das verrät mir mein ausgeprägtes mathematisches Verständnis). Nach 12 bis 24 Stunden Ziehzeit in einer luftdichten Flasche – die genaue Dauer hängt von der Stärke des Kaffees und den eigenen Vorlieben ab – ist das Gebräu fertig und kann vorsichtig abgegossen werden.

Der Cold Brew schmeckt mit und ohne Milch, mit und ohne Eiswürfel und hält sich im Kühlschrank mehrere Tage – mit einem Mal kann also der Kaffee für die ganze Woche produziert werden. Dank der schonenden Zubereitung enthält der Kaffee außerdem viel weniger Bitterstoffe und Säure, was ihm ein weicheres und samtigeres Aroma verleiht.

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Mit Schuss wird alles besser - auch kalter Kaffee

Und auch für Schnapsdrosseln ist die Suppe eine wahre Goldgrube. Gemischt mit Vodka und Tonic Water ergibt sich ein Cocktail, der genauso ungewöhnlich schmeckt, wie er klingt, von dem man aber gerne noch einen zweiten nimmt (Wer will, kann den Vodka natürlich auch weglassen – macht aber weniger Spaß).

Also, ran an die Pulle und losgebrüht – ihr werdet es nicht bereuen. Wem dieses komplizierte Rezept dann doch zu viel Aufwand ist, der bekommt das Sommergetränk mittlerweile auch in diversen Cafés. Eine sichere Adresse ist zum Beispiel das Malu in Düsseldorf Pempelfort, wo man Cold Brew in verschiedenen Varianten probieren kann. Ich zumindest bin absolut überzeugt. Ein graziler Morgenengel im Seidenmantel bin ich zwar nicht geworden, aber immerhin ein bisschen weniger gestresst!

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