Der große Guide zur Spielemesse

Brettspiel-ABC für Anfänger

Der große Guide zur Spielemesse: Brettspiel-ABC für Anfänger Der große Guide zur Spielemesse: Brettspiel-ABC für Anfänger Foto: Shutterstock.com

Brettspiele, Kartenspiele, Rollenspiele - wer viel spielt, ganz egal ob digital oder analog, adaptiert zwangsläufig auch einige Wörter und Phrasen, welche Außenstehenden viele Fragezeichen ins Gesicht zaubern. Wir erklären die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen - so muss sich niemand mehr ausgeschlossen fühlen.

Und für alle, welche die Welt der Spiele mal wieder "live" erleben wollen: Die nächsten Internationalen Spieltage in Essen, alias die "Spiel", finden an folgenden Terminen statt:

Spiel 18 in Essen: 25. Oktober bis 28. Oktober
Spiel 19 in Essen: 24. Oktober bis 27. Oktober
Spiel 20 in Essen: 22. Oktober bis 25. Oktober

4X Spiele: Das “4X” steht für die Grundpfeiler dieser Spiele: “Explore! Expand! Exploit! Exterminate!”, oder übersetzt “Erforschen, Expandieren, Ausschöpfen und Ausrotten!”. Beispiele für Titel, in denen viel geforscht, gesiedelt und sich zum Schluss meist kriegerisch bekämpft wird, sind unter anderem “Civilization” und “Scythe”.

Aktionspunkte (AP / APS): In vielen Spielen stehen euch pro Zug nur eine bestimmte Anzahl von Aktionspunkten zur Verfügung. Eines der prominentesten Beispiele hierfür ist "Pandemie" - hier müsst ihr stets abwägen, wofür ihr eure Aktionspunkte möglichst effektiv ausgebt.

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Bluff: Verhalten mit dem Zweck den Gegner in die Irre zu führen. Ursprünglich stammt das Wort aus dem Kartenspiel, etwa beim Pokern oder beim Reizen beim Skat. Mittlerweile wird es in vielen Spielen genutzt.

BoardGameGeek: Eine der bekanntesten, internationalen Internetseiten rund um das Thema.

Dice / 1W6 / 1W10: Würfel, ein Würfel mit 6 oder 10 Seiten.

DSA: "Das schwarze Auge" - eines der ältesten und populärsten Rollenspiele.

Drafting / Draften: Eine Kartenhand ziehen - zum Beispiel indem mehrere Karten reihum gegeben werden und sich jeweils ein Spieler eine aussuchen darf. Der Rest wandert zum nächsten Spieler, bis alle verbraucht sind.

Dungeon: ... oder übersetzt "das Verlies". Hier finden Unmengen an Rollenspielen ihre Heimat, denn nur hier finden mutige Abenteurer neben fiesen Monstern und Fallen auch jede Menge Schätze. "Dungeon Crawler" sind ein eigenes Genre (Heroquest, Descent, Star Wars: Imperial Assault, Gloomhaven).

End Game: Die letzte Phase eines Spiels.

Erklärbär: Die Jungs und Mädels, welche euch die Regeln eines Spiels erklären - beispielsweise auf der Spielemesse in Essen.

Eurogame (englisch ausgesprochen, also “Jurogame”): Der Begriff hat sich in den letzten Jahren für thematisch meist eher biedere Spiele durchgesetzt, die weniger auf Glück basieren, sondern auf taktischer Planung. Auch das vorzeitige Ausscheiden von Spielern gibt es im Eurogame nicht. Klassische Beispiele für Eurogames sind Catan, Carcassonne, Agricola, Terra Mystica und Mombasa.

Analoger Spielspaß Die besten Brett- und Kartenspiele 42 Fotos

EXIT-Spiele / Escape Room Spiele: Unter Zeitdruck müsst ihr als Gruppe viele knifflige Rätsel lösen, um einen “Raum” zu verlassen. Meist eingebettet in ein gruseliges Thema.

HP: Hitpoints. Übersetzt auch gerne LP (Lebenspunkte) oder TP (Trefferpunkte). Zeigt an, wie oft ihr noch getroffen werden dürft, bevor euer Held / eure Heldin das Zeitliche segnet.

Kooperative Spiele: Ganz simpel und kurz: Spiele, in denen ihr zusammen gegen das Spiel spielt. Beispiele: Pandemie, EXIT, Mysterium, Die verbotene Insel.

LARP: "Live Action Role Play", oder anders ausgedrückt: Leute, die sich Kettenrüstungen und edle Kostümierungen überwerfen und damit tatsächlich "live" eine Rolle spielen.

Legacy Spiele: Ein recht neues Phänomen, welches sich darum dreht, dass sich ein Spiel mit jeder neuen Runde weiterentwickelt. Dazu kann alles mögliche gehören: Regeln und neue Materialien kommen hinzu, alte Materialien werden teils zerrissen und wandern in den Papierkorb. Populäre Beispiele: Pandemic Legacy, Risiko Evolution, Fabelsaft.

Legespiel: Ein Spiel, welches seine Mechanik auf das Anlegen neuer Spielfelder fokussiert. Prominentestes Beispiel: Carcassonne.

Meeple: Holzfiguren

MP: Manapoints, übersetzt auch manchmal mit ZP (Zauberpunkte) oder ähnlichem. Eine weitere Punktequelle für spezifische, meist magische Fertigkeiten, die im Spiel genutzt werden dürfen.

MtG: Magic the Gathering, eines der bekanntesten Kartenspiele aller Zeiten.

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Pen and Paper: Ja, damals hat man Rollenspiele noch mit einem Stift, mehreren Papierbögen und jeder Menge Würfeln gespielt. Die eigene Fantasie hat die passende Grafik dazu geliefert. Schön, dass es auch 2017 noch immer klassische "Pen and Paper"-Rollenspiele gibt!

Pöppel: Spielfiguren, die bekannten Plastikmännchen aus “Mensch ärgere dich nicht!”

PvP: Player vs Player, also Spieler gegen Spieler. Das Gegenteil zu kooperativen Spielen.

RPG: Abkürzung für “Role Play Game”, also das klassische Rollenspiel.

Stich: Ein Stich bezeichnet eine Spielrunde bei Kartenspielen. Den Stich gewinnt meist derjenige, der die höchste Karte in der Runde ausspielt.

Tabletop: Strategische Spiele mit Miniaturen.

Tappen: Ein Begriff aus dem Kartenspiel “Magic”, der seitdem auch in anderen Spielen verwendet wird. Durch das seitwärts Drehen einer Karte wird der Effekt dieser Karte “verbraucht”, also auf “inaktiv” gestellt. In "Magic" wurden Kreaturen beispielsweise zum Angriff “getappt”, oder Ländereien wurden getappt um Mana zu produzieren.

TCG / LCG / Booster / Deckbuilder: ...sind allesamt Begriffe aus der Kartenspiel-Szene.

  • “TCG” ist die Abkürzung für “Trading Card Game”, also Sammelkartenspiel (Yu-gi-oh, Magic).
  •  “Booster” sind kleine Packungen mit neuen Karten, welche ihr eurem Spiel hinzufügen könnt. Bei einem Trading Card Game ist der Inhalt meist unbekannt, bei einem Living Card Game wisst ihr genau, was euch im Booster erwartet.
  • “LCG” ist die Abkürzung für “Living Card Game”, ein Verwandter des TCGs, aber mit fest vorbestimmten Karten (Der Herr der Ringe, Android Netrunner).
  • In sogenannten “Deckbuilding”-, oder auch “Deckbau”-Spielen (Dominion) startet ihr mit einer kleinen Auswahl an Karten, um danach immer neue Karten zu erwerben und eurer Hand (“dem Deck”) hinzuzufügen. 

Verlage: Zu den größten und populärsten Spieleverlagen der Spielemesse gehören unter anderem Queen Games, Pegasus, Haba und natürlich Asmodee, die in den letzten Jahren zu DER deutschen Brettspiel Macht gewachsen sind und mittlerweile viele populäre Verlage geschluckt haben (Days of Wonder, Libellud, Heidelberger).

Wiederspielwert: Nicht ganz unwichtig beim Kauf eines neuen Spiels ist der Faktor, wie der Spaß im Lauf der Zeit erhalten bleibt. Ist der Titel bereits nach fünf Runden langweilig? Oder kann man das Spiel immer wieder aus dem Schrank kramen?

Worker Placement: In diesen Brettspielen packt ihr eure Figuren oder Marker auf ein bestimmtes Feld, damit sie in der kommenden Runde eine bestimmte Aktion vollführen. Beispiele: Agricola, Imhotep, Robinson Crusoe, Fresco, Die Säulen der Erde. 

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