Planung für Stadtstrand in Düsseldorf

Container weltweit beliebt als Gastro-Location

Planung für Stadtstrand in Düsseldorf: Container weltweit beliebt als Gastro-Location Planung für Stadtstrand in Düsseldorf: Container weltweit beliebt als Gastro-Location Foto: Containermanudaktur
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Düsseldorf diskutiert über die Gestaltung des geplanten Stadtstrandes am Robert-Lehr-Ufer. Ein Knackpunkt sind die dort vorgesehenen Container. Die sind für solche Zwecke inzwischen weltweit gefragt.

Seit langem wünschen sich die Düsseldorfer einen Stadtstrand am Rhein, dieses Jahr soll es klappen. Allerdings diskutiert die Politik noch über Details des Vertrags mit der Betreiber-Firma „Küssdenfrosch“ – und über die geplante Lösung, Gastronomie und Möbel-Lagerung in Containern unterzubringen. Solche Lösungen sind inzwischen in vielen Städten zu sehen, von Sydney bis Amsterdam.

„Container sind ebenso schnell, wie sie gebracht sind, auch wieder abgebaut“, sagt etwa Nils Clausen, Geschäftsführer des Berliner Unternehmens Containermanufaktur. Die Firma stellt aus ausrangierten See-Containern, die sie etwa in Hamburg oder Rotterdam kauft, verschiedene Lösungen her.

Einen mobilen Foto-Container für das Mode-Unternehmen Ecco etwa, der zum Beispiel in Zürich aufgestellt wurde. Oder ein zweistöckiges Gebilde aus Containern, das beim Festival „Rock im Park“ stand. Auch mit den Betreibern des Düsseldorfer Stadtstrandes gab es Clausen zufolge schon Kontakt.

„Die Begeisterung für Container ist tatsächlich sehr groß“, bestätigt auch Frank Eitner vom Unternehmen Boxmeister in Weida (Thüringen), das ausschließlich mit Original-Seecontainern arbeitet, die bereits auf den Weltmeeren im Einsatz waren.

Mr. Ben's Café - image/jpeg Ein Beispiel aus Düsseldorf: An der Schadowstraße steht seit einem Jahr Mr. Ben’s Cafe, im Winter wird die Terrasse mit kleinen Heizstrahlern gewärmt.

Eben darin lägen auch gleich in doppelter Hinsicht die Argumente: „Erstens ist es emotional für viele spannend, dass die Container schon in der ganzen Welt unterwegs waren“, so Eitner: Das dürfe man ihnen auch ansehen, unschön verrostet sollten sie natürlich nicht sein, gerne aber Spuren ihrer früheren Verwendung aufweisen. „Und zweitens ist es eine sinnvolle Zweitverwertung in einer Zeit, in der Upcycling und der Umgang mit Ressourcen ja wichtige Themen sind.“

Auch bei der Artdepartment Berlin GmbH ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema: Das Unternehmen baut unter der Marke „2x20ft“ (two times twenty feet) Wohn-, Büro- und Eventgebäude aus gebrauchten Seecontainern und lobt vor allem deren Anpassungsfähigkeit: „Sie sind robust, stabil, und man kann sie je nach Anforderung individuell gestalten.“

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Quelle: RP