Essen vor der Tonne retten

App für den Hunger am Nachmittag

Essen vor der Tonne retten: App für den Hunger am Nachmittag Essen vor der Tonne retten: App für den Hunger am Nachmittag Foto: ResQ

Speisen aus Restaurants und Cafés zum halben Preis bestellen? Das geht mit immer mehr Apps. Auch in Düsseldorf. Und gleichzeitg rettet man übriges Essen vor dem Müll.

ResQ - image/jpeg Säfte, Smoothies oder Wraps mit frischen Zutaten müssen noch am selben Tag verkauft werden. Wenn nicht, landen die Speisen und Getränke in der Tonne. Für Gastronomen ist es meist nicht möglich, zubereitetes Essen am Folgetag erneut anzubieten. Deshalb gibt's die Speisen im "greentrees" an der Lorettostraße ab dem späten Nachmittag zum reduzierten Preis, jedenfalls dann, wenn viel übrig ist. Dann kann man die Gerichte mit dem Smartphone zum Mitnehmen vorbestellen und einfach im Lokal abholen.

"greentrees" nutzt die "ResQ"-App aus Finnland, um gemeinsam etwas gegen die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu unternehmen. Die Idee: Nachhaltig denkende Kunden können mit "ResQ" Essen mittels einer App in ihrer Umgebung finden und Gutes tun, indem sie übrig gebliebene Mahlzeiten vor dem Wegwerfen retten. Die angebotenen Speisen sind zwischen 40 bis 70 Prozent günstiger. "Unser Ziel ist es, 2017 rund 50.000 Nutzer und 2.000 Gastronomie-Partner in Deutschland anzuschließen und so die Lebensmittelverschwendung in der Gastro-Branche erheblich zu reduzieren“, sagt Timo Beck, Deutschland-Beauftragter für ResQ.

Wer ist in Düsseldorf mit dabei?

Insgesamt sind in Düsseldorf bereits 50 Gastro-Partner mit dabei. Unter anderem: Holiday Inn Hafen, Chidonkey im SevensDe Medici Hotel, Eigelstein, Woyton, Bastian's, greentrees, Birdie & Co, Café Barré und das K Restaurant in Unterbilk.

Nach erfolgreicher Registrierung in der App könnt ihr in Echtzeit die Anzahl und den Preis der Gerichte sowie die Abholzeit festlegen.

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Um dem Ziel noch einen Schritt näher zu kommen, geht das finnische Unternehmen jetzt in Deutschland den nächsten Schritt und zieht gemeinsam mit dem Berliner Start-Up "MealSaver" in den "Foodwaste-Kampf".

"Wir als Team sind genauso wie unsere Partner immer auf der Suche nach motivierten Gleichgesinnten, die sich mittels innovativer Ansätze gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen", sagt Mai Olesen von MealSaver. "Wenn wir unsere Kräfte vereinen und im gegenseitigen Austausch stehen, können wir die Ziele der Bewegung und damit die Reduzierung von unnötigen Speiseabfällen natürlich besser erreichen als alleine."