Gastro-Tipp

Fondue auf Mongolisch

Gastro-Tipp: Fondue auf Mongolisch Gastro-Tipp: Fondue auf Mongolisch Foto: RP, Holder Lodahl
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Beim Hot Pot im China-Restaurant Little Lamb wird mehr als ein Dutzend verschiedene Gerichte serviert. Sie werden in einem Topf in der Mitte des Tisches gegart.

Erfolgsgeschichte von dem kleinen Lamm

Seine Deutschland-Premiere feierte das Restaurant „Lit­tle Lamb“ vor wenigen Wochen in Düsseldorf. An der Kölner Straße hat die erste Dependance der bereits 2001 in der Mongolei gegründeten chinesischen Gastronomiekette eröffnet. Von China bis Dubai und von Abu Dhabi bis nach Australien hat sich bislang ein Netz von mehr als 600 Filialen über die Vereinigten Staaten von Amerika bis nach London und nun an den Rhein ausgebreitet.

Geschichte des Hot Pot

Der Legende nach hat der mächtige Kaiser von Qianlong während der chinesischen Qing-Dynastie (1636 bis 1912) gerne Hot Pot gegessen. Zubereitet wird die chinesische Fondue-Variante noch heute mit einem heißen Suppentopf, in dem jeder Gast sein Fleisch, Gemüse oder seinen Fisch gart. So auch im Little Lamb: Am schönsten Tisch im großen Lokal – er ist rund und von einer Art Baldachin überdacht – saßen bei unserem Besuch acht asiatische Gäste und bestellten diverse Zutaten: dünn geschnittenes fetthaltiges Rind- und Lammfleisch, Fischbällchen, frische Garnelen und Austern, weicher Tofu, Kartoffeln und Nudeln, sämtliche Sorten an Gemüse, Pak Choy, Salat, Rettich, Lotuswurzeln, Spinat, Maronen.

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Erfahrungsbericht

Uns hat eine sehr freundliche junge Chinesin – eigentlich studiert sie in an der Heine-Universität Germanistik – bei der Auswahl beraten. Denn es ist auch wichtig, die richtige Mischung von Gewürzen und Soßen für die Speisen zu bestellen. Zum Dippen gibt es chinesische Sesampaste, Knoblauch in Öl, frischen Koriander, Soja- oder Hoisin-Soße und Chili-Öl. Unter den verschiedenen Brühen als Grundlage haben wir uns für einen Doppeltopf entschieden. In einem köchelte die traditionelle scharfe Variante (9,80 Euro), in dem anderen ein gemixter Fond aus Rindfleisch und Huhn (6 Euro).

Wer nicht alles selbst mit Löffel oder Stäbchen in den kupfernen Feuertopf auf der im Tisch eingelassenen Kochstelle geben und brutzeln will, der kann entweder ausschließlich oder zusätzlich Spieße gespickt mit Kümmel-Lamm, Wings oder chinesischer Wurst ordern. Sie werden nach mongolischer Barbecue-Manier zubereitet. Die Preise liegen pro Portion zwischen zwei (Tofu oder Baguette) und 18 Euro für Lamm-Spareribs.

Die flinken Service-Mitarbeiter im Little Lamb sind ausgesprochen aufmerksam. Stets sind sie zur Stelle und übersetzen gern auch die in chinesisch und englisch gedruckte Speisekarte, obwohl das Personal vielfach der deutschen Sprache selbst nur wenig mächtig ist. Das kann aus der Sicht eines deutschen Gastes als ein hohes Maß an Authentizität anerkannt werden, was die zahlreichen, gut gelaunten asiatischen Gäste im Little Lamb beweisen. Die Kommunikation könnte für viele andere Besucher aber auch ein Problem darstellen. Wer nämlich die auf der Website veröffentlichte Telefonnummer nutzt für eine Tischreservierung, kann an seine Grenzen stoßen. Bei unseren Anrufen jedenfalls sprach die Restaurant-Mitarbeiterin am Telefon kein Deutsch und auch das Englisch war doch etwas begrenzt.

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Fazit

Nichtsdestotrotz kann das Little Lamb eine Bereicherung für Düsseldorfs Gastro-Szene darstellen. Hot Potting macht viel Spaß – in einer Gruppe sowie zu zweit. Das Zubereiten am Tisch sorgt schnell für gute Laune, die Zutaten sind frisch, auch die weiteren Gerichte sind köstlich und aromatisch. Aber Achtung: Da jede Speise einzeln zu Buche schlägt, summiert sich das Ganze schnell auf.

Informationen:

  • Adresse Restaurant Little Lamb: Kölner Straße 14, 40211 Düsseldorf
  • Kontakt: Telefon 01573 5773899 und im Internet:
  • Seite: www.little-lamb.business.site
  • Öffnungszeiten: täglich 11.30 bis 14.30 Uhr sowie von 17.30 bis 22 Uhr
  • Preise für Getränke: Kanne chinesischer Kräutertee kostet 3,50 Euro, ein Tsingtao Bier gibt es für 3 Euro, Wasser (0,25 Liter) 2,50 Euro. Das teuerste Fleisch ist mit 18 Euro das Rib Eye; das Tenderloin Lamm kostet 16, Lamm-Scheiben kosten 8,50 Euro, Fischbällchen 5 Euro, Lotuswurzel 3,50 Euro.

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Quelle: RP