Eat & Style in Düsseldorf

Kalter Kaffee und Rhabarber-Gin

Eat & Style in Düsseldorf: Kalter Kaffee und Rhabarber-Gin Eat & Style in Düsseldorf: Kalter Kaffee und Rhabarber-Gin Foto: Hans-Jürgen Bauer

Ungewöhnliche Kombinationen, Experimentierfreude und Individualität prägten die Präsentationen von Gastronomen und Händlern beim Food-Festival "Eat & Style" im Areal Böhler. Rund 10.000 Besucher kamen.

Ob asiatische Tapas oder Mojito-Mandeln – beim Food-Festival "Eat & Style" im Areal Böhler gingen an diesem Wochenende auch viele ungewöhnliche Kreationen über die Tresen der Aussteller. Denn außer hochwertigen Zutaten ist in der Gastronomieszene vor allem Individualität der Schlüssel zum Erfolg. Rund 10.000 Besucher zählte das Festival an den beiden Öffnungstagen, das auf einen bewährten Mix aus Essen und Trinken sowie nationalen und regionalen Ausstellern setzte.

Individualität ist auch das Motto des Düsseldorfer Restaurants „King Fusion“, das thailändische, japanische und chinesische Küche miteinander verbindet. Beim Festival präsentierte das Team als Repräsentant der lokalen Restaurantszene dem Publikum sein Stadtmenü aus gebackenem Sushi mit Avocado und Thunfisch. Seit einem halben Jahr hat das Restaurant an der Klosterstraße geöffnet. Die Speisekarte ist dabei nicht nur von Kreativität, sondern vor allem von Vielfalt geprägt. "Die Leute sollen bei uns nicht viel, sondern vielfältig essen", sagt Inhaber Kim Cuong Phan. So versteht sich das King Fusion als eine Art asiatisches Tapas-Restaurant mit kleinen Portionen zum Mixen und Probieren.

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Das "Grand Étoile" setzt dagegen auf ein anderes Alleinstellungsmerkmal: sein Ambiente. Das Restaurant in Derendorf lädt zu einer Zeitreise in die 1920er, was nicht zuletzt seit „Der große Gatsby“ oder „Babylon Berlin“ auch hoch im Kurs ist. Aber auch kulinarisch sticht das Restaurant hervor. Markenzeichen sind Spätzle, was entgegen dem allgemeinen Ruf nicht nur eine schwäbische Hausmannskost ist. So gab es am Wochenende eine Kombination aus Spätzle und Gänsebrust mit einer Maronen-Apfel-Soße zu probieren.

Außer lokalen Restaurants präsentierten auch viele Händler ihre Kreationen

Der Düsseldorfer Mandelröster "Noah Leléy" zeigte unter anderem, dass Mandeln nicht nur Mitbringsel von Weihnachtsmärkten sein müssen. Nach aufwendiger Röstung bekommen die Mandeln dort einen feinen Schokoladenüberzug mit verschiedenen Geschmacksrichtungen von Himbeere und Mokka bis hin zu Mojito. Mit einem Preis von sieben Euro für 70 Gramm kostet diese Spezialität jedoch ein wenig mehr als am Kirmesstand. Grund dafür seien vor allem die hochwertigen Zutaten, wie Inhaber Max Weynand erklärte.

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Die Kaffee-Rösterei „Kaffeereich“ vom Carlsplatz setzte auf kalten Kaffee. Denn was üblicherweise in Großraumbüros verpönt ist, hat geschmacklich viele Vorteile. Voraussetzung ist jedoch, dass der Kaffee nicht abkühlt, sondern bereits kalt zubereitet wird, indem er rund zwölf Stunden in einer Stempelkanne im Kühlschrank zieht. "Der Kaffee behält so 90 Prozent seiner Aromen", erklärte Jil Sudhoff. Doch die Reaktion der Besucher zeigte: Diese aus den Niederlanden stammende Zubereitungsweise ist nichts für jeden. Bei vielen Besuchern kam das Getränk gut an, für manche war jedoch nach einem Schluck klar, dass es bei der warmen Variante bleiben soll.

Gin ist Trend

In puncto Spirituosen führte kein Weg am Trend-Getränk Gin vorbei. Das aus Niedersachsen stammende Unternehmen "Kirsch" präsentierte eine große Bandbreite an Aromen von Schokolade über Rhabarber bis hin zu gerösteter Ananas, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist und sich auch mit wenig Zutaten zu Hause Drinks mischen lassen.

Aber es muss nicht unbedingt Alkohol sein, wie der Safthersteller "beckers bester" den Besuchern präsentierte. Denn Cabernet Sauvignon, Merlot oder Chardonnay gibt es dort auch als Säfte zu kaufen. Statt einem Traubenmix wird für die Säfte jeweils nur eine Rebsorte aus spezifischen Anbaugebieten verwendet. Auch bei Flaschendesign und Etikett setzt der Hersteller auf die Optik einer Weinflasche. Damit zeigte das Unternehmen, dass selbst klassische Produkte wie Fruchtsäfte weiterentwickelt und aufgewertet werden können.

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Quelle: RP