Café Fino in Duisburg

Kaffee wie aus einer anderen Zeit

Café Fino in Duisburg: Kaffee wie aus einer anderen Zeit Café Fino in Duisburg: Kaffee wie aus einer anderen Zeit Foto: Christoph Reichwein
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Vor acht Jahren war die Fino Espressobar die erste seiner Art in Duisburg. Auch heute noch geht das Konzept des Cafés auf: Inhaber Bora Erdogan setzt auf hochwertigen Kaffee, eine traditionelle Zubereitung und eine persönliche Note.

Sie liegt im Herzen der Innenstadt. Die „fino espressobar“ am Salvatorweg ist ein beliebtes Café, das mit qualitativ hochwertigem Kaffee punkten kann. Inhaber Bora Erdogan setzt auf eine Kaffeezubereitung, wie sie es vor über 40 Jahren schon gegeben hat.

„Die Kaffeekultur ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch nicht so groß ausgeprägt“, sagt Erdogan. Mit seinem eigenen Laden wollte der 37-Jährige versuchen, ob eine ausgeprägte Kaffeekultur auch in Duisburg möglich ist. Vor drei Jahren hat der IHK-Dozent und studierte Betriebswirtschaftler die Chance ergriffen. Er kaufte dem ehemaligen Besitzer die heutige „fino espressobar“ ab. „Ich war selber oft Kunde in meinem jetzigen Café“, erinnert sich Erdogan. „Ich habe damals schon gesagt: Wenn das mein Laden wäre, dann würde ich einiges anders machen.“

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Angefangen haben die Veränderungen beim Interieur. Das Café überzeugt mit einem rustikalen Look und einem „Hauch von Industriekultur“ – wie Erdogan sagt. „Die Einrichtung ist nicht von der Stange, sondern selbst gemacht“, ergänzt er. Der Inhaber ist in vielen Cafés weltweit zu Gast und erkennt, dass dieser Stil oft genutzt wird. „Es ist ein Trend, der bei vielen Kunden Anklang findet.“

Das von Erdogan erarbeitete Konzept ist simpel, aber funktioniert

„Wir bieten qualitativ hochwertige Produkte an und wollen als Kaffeeexperten gelten“, sagt er. Wichtig sei, dass der Laden offen gehalten ist und die Kunden den Barista über die Schulter gucken können. Das schaffe Vertrauen. „Wir wollen eine Wohlfühloase in der Stadt sein“, erklärt der Inhaber die Intention hinter seinem Café. „Trotz der Nähe zur Innenstadt finden unsere Kunden hier Ruhe.“ Neben zahlreichen Kaffeespezialitäten können in der „fino espressobar“ auch Kaffeebohnen, Geschirr und sogar komplette Kaffeemaschinen gekauft oder gewartet werden. „Wir können jeden Kaffee auf Anfrage besorgen“, sagt Erdogan. „Im Gespräch mit unserem Barista können Kunden ihren individuellen Geschmack herausfinden.“

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Das Café selbst setzt auf eine Kaffee-Mischung aus 90 Prozent Arabica- und zehn Prozent Robustabohnen. Letztere sorge neben einem leicht bitteren Geschmack dafür, dass auf dem Kaffee eine Crèma ist. Das seien die Kunden gewohnt, berichtet Erdogan. „Die Mischung und die traditionelle italienische Röstung unseres Kaffees sind besonders“, sagt der gelernte Barista Eray Genc. Die Mischung werde aus fernen Ländern wie Indonesien oder aus Südamerika importiert und in Norditalien geröstet.

Im Laden kommt der Kaffee aus einer Kaffeemaschine aus dem Jahr 1974

„Die kann nicht jeder bedienen“, sagt Erdogan. „Es reicht nicht aus, einfach nur auf einen Knopf zu drücken.“ Die besondere Zubereitung mit einer traditionellen Maschine sei ein Punkt, mit dem sich sein Café von Kaffee-Ketten und anderen Lokalen abhebe, sagt Erdogan. „Jeder Kaffee ist einzigartig und individuell.“

Die „fino espressobar“ war vor acht Jahren die erste Espressobar in der Stadt. „Vorher hat sich das keiner getraut“, sagt Erdogan, der sich als eine Art Kaffee-Pionier sieht. Dass sein Konzept funktioniert, ist auch Experten nicht verborgen geblieben. Sein Lokal ist von der Fachzeitschrift „crema“ als eines der besten Cafés in Deutschland ausgezeichnet worden.

Die Entwicklung der Espressobar ist noch lange nicht zu Ende. Erdogan plant im leerstehenden Nachbargebäude eine eigene Kaffeerösterei. „Die Planungen sind weit fortgeschritten“, sagt er. Ein Röstermeister in Person von Eray Genc arbeitet bereits in seinem Team. Dieser erklärt, warum eine eigene Rösterei ein großer Vorteil wäre: „Dann können wir den Kaffee je nach Kundenwunsch und Geschmack rösten.“

Die „fino espressobar“ sei ein Café für jedermann, für ein breites Publikum, sagt Erdogan. Auch preislich sei man so aufgestellt, dass sich jeder einen Kaffee leisten und am Lifestyle teilhaben kann. Bis zu 90 Prozent der Gäste seien Stammkunden. Seit Jahren tummeln sich auch regelmäßig bekannte Gesichter im Lokal, zum Beispiel Oberbürgermeister Sören Link oder Spieler und Trainer des MSV Duisburg.

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Quelle: RP