Neu auf dem Unterbacher See in Düsseldorf

Einmal auf dem Hausboot schlafen

Neu auf dem Unterbacher See in Düsseldorf: Einmal auf dem Hausboot schlafen Neu auf dem Unterbacher See in Düsseldorf: Einmal auf dem Hausboot schlafen Foto: Andreas Bretz
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Auf dem Unterbacher See in Düsseldorf kann man ab sofort unkonventionell übernachten, auf Hausbooten. Seeblick und Entengeschnatter gibt’s gratis dazu.

Vorsichtig drückt Hans-Günter Scheurer mit seinem Handballen die Matratze auf dem oberen Etagenbett ein, nickt zufrieden. „Fühlt sich gut an“, befindet er, öffnet dann einen Schrank der kleinen Küchenzeile. Teller, Töpfe, Pfannen, alles da, zwei Induktionsherdplatten, Kühlschrank, Kaffeemaschine.

Die kleine Nasszelle mit Waschbecken und Toilette hat ein großes Fenster und fließend warmes und kaltes Wasser, der Schlaf-, Ess- und Wohnraum ist durch die vielen großen Fenster lichtdurchflutet. Ein letzter Blick über den See, dann hat Hans-Günter Scheurer seine Besichtigung beendet und sein Urteil über das drei Meter breite und acht Meter lange Hausboot gefällt. „Einfach niedlich. Klasse“, befindet er. „Hier lässt es sich aushalten.“

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Der Rentner gehört zu den Besuchern, die am ersten Tag die neuen Hausboote anschauen wollen. Zum Saisonstart am Samstag gehen die neuen Übernachtungsgelegenheiten in Betrieb, die zu einer weiteren Attraktion an Düsseldorfs Badesee werden sollen.

Durch die offene Terrassentür weht ein leichter Wind, ein Hauch von Grillbratwurstgeruch zieht vom Campingplatz hinüber, die Sonne blinzelt hinter der schweren Wolkendecke hervor. In einiger Entfernung ziehen Segler und auch ein Schwan ihre Kreise – echte Urlaubsstimmung.

„Wir denken, dass sich die Hausboote für Pärchen eignen, aber natürlich vor allem auch für Familien, die aus der Stadt kommen und einen Wochenendtrip ins Grüne machen oder vielleicht auch ganze Ferienwochen hier verbringen wollen“, sagt Peter von Rappard, Geschäftsführer des Zweckverbandes Unterbacher See.

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Dass das Erholungsgebiet „U-See“ einen hohen Freizeitwert bietet, zeigen bereits die vielen Gäste auf den beiden Campingplätzen: viele Saisoncamper kommen aus dem näheren Umkreis, andere reisen regelmäßig aus Holland oder Belgien an. Bis aus Australien kämen die Gäste, weiß von Rappard. „Man hat hier einfach ein wunderbar vielseitiges Angebot vom Kinderspielplatz über das Tretboot fahren, die Kletteranlage auf der anderen Seite des Sees, Segel- und Angelmöglichkeiten für alle mit den entsprechenden Scheinen, Grillplätze, das Restaurant, die Badestrände. Und wenn man dann noch so wunderbar idyllisch übernachten kann, ist das doch toll.“

Die fünf nahezu identischen Hausboote stehen allerdings nicht für Fahrten über den See zur Verfügung, sie sind mit einem Steg am Campingplatz Nord fest verbunden. „Das hat etwas mit der Sicherheit zu tun. An Hochsommertagen wimmelt es nur so von Wassersportlern, da ist es schlicht zu gefährlich, auch noch die Boote fahren zu lassen. Und ab einer bestimmten Geschwindigkeit bräuchte es auch einen Bootsführerschein“, weiß der Geschäftsführer.

Er ist sich aber sicher, dass der Aufenthalt auf einem Hausboot auch so ein echtes Highlight ist. „Das Gefühl bleibt ja erhalten durch ein leichtes Schwanken, was aber wiederum nicht so extrem ist, dass man mit Übelkeit zu kämpfen hat. Und wenn man hier auf der Terrasse sitzt, mit Blick auf das Wasser“ – van Rappard tritt hinaus aus dem geräumigen Ein-Raum-Appartement und atmet einmal tief die milde Frühlingsluft ein, „dann hat das einen unglaublichen Erholungswert.“

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240.000 Euro haben die Boote, die in Brandenburg gebaut wurden, gekostet. Sie sind jeweils für höchstens vier Personen ausgerichtet, es gibt zwei Doppelstockbetten, die Sitzgruppe lässt sich abends mühelos zu einem Doppelbett umbauen. Die Waschräume vom Campingplatz und Besuche am Nordstrand sind im Preis inbegriffen.

„Das wäre doch auch was für Messegäste, die kein Hotelzimmer bekommen“, überlegt eine ältere Dame, die aus Neugierde das Hausboot besichtigt, „man weiß doch, wie das mit den Betten ist, wenn wir hier Großveranstaltungen haben.“ Peter van Rappard nickt zustimmend: „Für eins der kommenden Wochenenden haben wir bereits alle fünf Boote belegt mit Gästen einer Hochzeitsfeier, die von weiter her kommen.“ Man kann am See auch heiraten, das tun rund 25 Paare pro Jahr.

Ein Entenpärchen nähert sich neugierig den Hausbooten, schnattert, taucht mit den Köpfen ab und schwimmt dann langsam wieder davon. Ein kleiner Fischschwarm zieht unmittelbar unter der Wasseroberfläche vorbei. „So eine Idylle hat man wirklich nicht alle Tage“, sagt Hans-Günter Scheurer. Er erwägt, sich dort demnächst auch mal eine Auszeit zu gönnen.

Buchung zwischen April und Oktober

Kosten Die Miete eines Hausboots beträgt 25 Euro pro Person und Nacht. Kaution: 200 Euro.

Buchungen sind zwischen April und Oktober über die Rezeption des Campingplatzes Nord unter Telefon 0211 8992038 möglich.

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Quelle: RP