Bevölkerung der Landeshauptstadt wächst und wächst

Bald gibt es 660.000 Düsseldorfer

Bevölkerung der Landeshauptstadt wächst und wächst: Bald gibt es 660.000 Düsseldorfer Bevölkerung der Landeshauptstadt wächst und wächst: Bald gibt es 660.000 Düsseldorfer Foto: TONIGHT.de/Ronny Hendrichs
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Bis 2030 wächst die Zahl der Düsseldorfer wahrscheinlich auf knapp 660.000 an. Es gibt vor allem mehr hochbetagte Bewohner, zudem steigt der Anteil ausländischer Mitbürger überproportional. Die wichtigsten Trends. 

Die Landeshauptstadt boomt. Dabei wird es bleiben, wie ein neuer Bericht des Amtes für Statistik für die Stadtspitze, der unserer Redaktion vorliegt, zeigt. 2030 soll es danach 659.200 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer geben. Zum Jahreswechsel waren es 635.704. Die Trends im Überblick:

Mehr Babys als Verstorbene

Betrachtet man den Zeitraum zwischen 2015 und 2030, wächst die Zahl der Einwohner um 30.700 Personen, ein Plus von 4,9 Prozent. Wachstum gibt es konstant, ab 2021 schwächt es sich jedoch leicht ab.

Besonders erfreulich: Seit 1969 übertraf die Zahl der Todesfälle die der Geburten. Das änderte sich erstmals nach 45 Jahren. 2014 gab es 384 Babys mehr als Verstorbene, nämlich 6413. Im Folgejahr gab es ein Plus von 115 Babys. Auch für 2016 wurden aus den Geburtskliniken hohe Zahlen gemeldet.

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Immer mehr Alte

Es gibt in allen Altersklassen Zugewinne. Die stärksten Zunahmen betrifft die Altersklasse der Menschen von 80 Jahren und älter (+ 22,7 %). Die Lebenserwartung liegt bei den Männern aktuell bei 77,7 und bei den Frauen bei 82,5 Jahren. "Zwar wird davon ausgegangen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung weiter ansteigt", heißt es im Bericht, "allerdings wird die künftige Steigerung geringer ausfallen, da eine Reihe von Potenzialen zur Reduzierung der Sterblichkeit bereits ausgeschöpft sind (etwa die Verbesserung der medizinischen Versorgung)".

Düsseldorf ist und bleibt jedoch auch eine Stadt der jungen Menschen. Das zweitstärkste Plus wird bei den Zehn- bis 14-Jährigen vorhergesagt, nämlich 16,5 Prozent, das drittstärkste bei den 15- bis 17-Jährigen. Dort sind es 16 Prozent.

Düsseldorf wird bunter

Die Stadt beherbergt Menschen aus 184 Ländern, sie ist also eine sehr internationale Stadt. Dieser Trend verstärkt sich. Das belegen die Wanderungsbewegungen. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist kontinuierlich gewachsen und liegt heute bereits bei 40 Prozent.

Die Bilanz der Zu- und Fortzüge zeigt, dass Düsseldorf jährlich rund 2000 Menschen an die Kreise Neuss und Mettmann verliert - dort lebt es sich günstiger, das Eigenheim ist erschwinglicher. Mit Blick auf das übrige NRW sieht es umgekehrt aus, da liegt das Plus für Düsseldorf unter dem Strich 2014 bei 5776, darunter vermutlich viele Asylbewerber.

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Die Bilanz mit dem Blick auf den Rest der Republik fällt ebenfalls positiv aus, es geht aber "nur" um einige hundert Menschen. Ganz anders der Bevölkerungsaustausch mit der Welt: Nie kamen so viele Menschen aus dem Ausland nach Düsseldorf wie 2014, nämlich 17.217. Der Wanderungssaldo liegt bei rund 9300 - ein Rekord!

In der Unterscheidung deutscher und ausländischer Bevölkerung gehen die Statistiker davon aus, dass das relative Wachstum der ausländischen Bevölkerung deutlich stärker ausfallen wird (+ 8,2 %) als das der deutschen Bevölkerung, das nur halb so hoch liegt.

Eine Hochrechnung von Flüchtlingszahlen fand nicht statt. Da niemand weiß, wie sich die Zahlen entwickeln und welche Nachzugsregelungen es gibt, hat man die zum Jahresende 2015 an Flüchtlings-Sonderadressen gemeldeten Personen einfach konstant gehalten.

Konsequenzen

Die Bevölkerungsentwicklung führt bereits zu Großinvestitionen der Stadt. Weitere Beschlüsse dürften folgen. Für die erwarteten 6500 zusätzlichen Schüler bis 2020/21 sind bereits vier Investitionspakete geschnürt worden. Sie summieren sich mit den Kosten für laufende Schulsanierungen und den Bau des Dürer-Kollegs auf 700 Millionen Euro. "Es gibt ein fünftes Paket von bis zu 25 Millionen Euro, mit dem etwaige verbleibende Lücken geschlossen werden sollen", sagt Schuldezernent Burkhard Hintzsche. Es gehe "um wenige hundert Schüler".

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Bei der Versorgung der alten Menschen setzt der Stadtdirektor vor allem auf den Ausbau der ambulanten Angebote und auf den altersgerechten Umbau von Wohnungen, der bereits heute bezuschusst wird. Bislang gibt es laut Hintzsche "bundesweit keine validen Indikatoren, um den Bedarf am Plätzen an solitärer Kurzzeitpflege, an Tagespflege und in ambulanten Wohnformen einzuschätzen und zu steuern". Die Stadt habe jetzt die Forschungsgesellschaft für Gerontologie an der TU Dortmund mit einer entsprechenden Expertise beauftragt. "Erstmals soll es im November für eine Großstadt Daten zum Platzbedarf dieser wichtigen ambulanten Versorgungsstrukturen geben."

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Quelle: RP